Schlagwort: digitalisierung

  • Von der Idee zum Event: Live.Art Digital

    Von der Idee zum Event: Live.Art Digital

    Die planerische IT ist ein spannender, aber auch trockener Themenbereich. Um hier etwas Abwechslung in den Alltag zu bekommen, habe noch ein paar andere Projekte laufen.

    Podiumsdiskussion

    In meinem Ehrenamt als Beauftragter „Digitale Stadt“ kam mir der Eindruck, dass viele zwar den einen oder anderen digitalen Service nutzen, aber doch irgendwie das Mindset dahinter fehlt. Daher kam mir die Idee für eine Digitalisierungsveranstaltung, welche nun am vergangenen Mittwoch stattfand. Das finale Konzept wurde mit der Marketingagentur Tenambergen ausgearbeitet, welche auch den Abend veranstalte und wir hatten eine gute Mischung aus Fachbeiträgen, Diskussion und Zuschauerinteraktion.

    Vorstellung Jörn Steinhauer, CEO alphasystems group

    Fachbeiträge hatten wir von:
    Judith Gerlach (Bayer. Staatsministerin für Digitales)
    Bernd Ruppert (Direktor AOK Kaufbeuren-Ostallgäu)
    Tobias Streifinger (Vorstandsvorsitzender Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren)
    Stefan Fritz (Geschäftsführer VWEW Energie)
    Jana Helder (Head of Operations BABLE Smart Cities)

    Vorstellung Rolf Grummel, Geschäftsführer Allgäuer Zeitungsverlag


    Am Podium waren vertreten:
    Jörn Steinhauer (CEO alphasystems)
    Rolf Grummel (Geschäftsführer Allgäuer Zeitungsverlag)
    Jürgen Wittek (Leiter IT Stadt Kaufbeuren)
    und meinereiner

    Vorstellung meinerseits

    Unterm Strich war die Veranstaltung erfolgreich und wir werden weiter am Konzept feilen. Ich freue mich schon auf 2022.

    Wer sich die Veranstaltung anschauen möchte, kann dies hier:

    Einen Bericht zu Live.Art Digital findet sich hier:
    https://www.kreisbote.de/lokales/kaufbeuren/live-art-digital-kaufbeuren-diskutiert-ueber-potenziale-und-risiken-der-digitalisierung-91044806.html

    Leider ist der Artikel der Allgäuer Zeitung nicht online.

    Einen besonderen Dank möchte ich an alle Unterstützer aussprechen, die halfen diese Idee zu verwirklichen:
    alfasystems group, Projekt2, vwew energie, Stadt Kaufbeuren, BABLE, Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren, AOK Bayern, Login Consultants und Autohaus Seitz

    Auch ein großes Dankeschön an Allgäu Digital, die spontan uns noch auf den sozialen Medien massiv unterstützten.

    Beitrag von Staatsministerin Judith Gerlach

    Alle Bilder von der Marketingagentur Tenambergen

    Die Technik für den Stream

  • Bericht „Digitale Stadt“ 2021

    Bericht „Digitale Stadt“ 2021

    Präsentation des Berichtes

    Im heutigen Verwaltungs-, Finanz- und Stiftungsausschuss stellte ich meinen Bericht über das erste Jahr als Beauftragter „Digitale Stadt“ vor:

    Einleitung

    Pressemitteilung 026/21 der Regierung von Oberfranken vom 30.03.2021:
    Man stellt von bisher vier auf fünfstellige Faxnummern um.

    Das ist natürlich nur ein Beispiel für den Stand der Digitalisierung in Deutschland. Zum Glück ist Kaufbeuren hier mittlerweile deutlich weiter. Der neue Stadtrat, so habe ich zumindest den Eindruck, steht der Digitalisierung deutlich offener gegenüber als der alte. Vielleicht liegt es an den vielen neuen Köpfen, vielleicht aber auch nur an der Pandemie, die uns quasi zu mehr Digitalisierung zwingt. Woran es letztendlich lag, wird sich zeigen, wenn die Pandemie der Vergangenheit angehört. Ich hoffe natürlich, dass es die Köpfe sind, die in der Digitalisierung etwas Wegweisendes, nämlich unsere Zukunft sehen.
    Das erste Jahr war aus digitaler Sicht aber definitiv kein schlechtes und ich freue mich sehr, dass mir das Amt des „Beauftragen Digitale Stadt“ übertragen wurde. Ich würde mir wünschen, dass ich die Erwartungen an dieses Amt erfüllen kann, um gemeinsam mit der Verwaltung, dem Stadtrat und besonders den Bürgerinnen und Bürgern die Digitalisierung voranzubringen.

    Aber lassen wir die erste Zeit als Beauftragter ein wenig Revue passieren:

    Buron App

    Noch bevor ich das Amt des Beauftragten „Digitale Stadt“ übertragen bekam, lag mir bereits die digitale Entwicklung der Stadt besonders am Herzen. Dies zeigte sich z. B. durch den Antrag auf Prüfung einer Buron App. Auch wenn es bei manchem anfänglich eine gewisse Skepsis gab oder diese sogar immer noch besteht, zeigte die Präsentation der Buron App durch das Bundeswirtschaftsministeriums als „vorbildliche App“ dass der Weg richtig war. Dies bestätigt auch die gute Arbeit durch Herrn Wittek sowie seines Teams und ich freue mich, dass ich hierbei unterstützen konnte.

    Entwicklung Buron App

    Nichtsdestotrotz bietet die Buron-App noch viel Potenzial für weitere Funktionen und man darf sich jedoch nicht auf den Lorbeeren ausruhen, wobei ich nicht davon ausgehe, dass dies der Fall sein wird. Zudem ist die Buron-App, wie auch die anderen kommunalen Apps, bei den jungen Bürgern gänzlich unbekannt. Ca 88% der befragten Schüler kennen keine. Am bekanntesten sind die Abfall App mit etwa 6% und die Buron App mit 4%

    Bekanntheitsgrad kommunaler Apps bei jungen Erwachsenen

    Die Kaufbeurer IT

    Grundsätzlich muss ich die Arbeit der Kaufbeurer IT-Abteilung loben. Denn eine gute IT lässt sich nicht mit Gold aufwiegen. Mir ist es selbst aus meiner bisherigen beruflichen Tätigkeit, als IT-Abteilungsleiter und IT-Unternehmensberater, sehr wohl bekannt, wie schwer es ist, fähige und motivierte IT’ler zu finden und auch zu halten. Eine moderne IT ist heutzutage kein einfacher Erfüllungsgehilfe mehr, sondern, wie man neudeutsch sagt, ein Business-Enabler.

    Evolution der IT Abteilung

    Dies ist eine Abteilung, welche die Entwicklung einer Firma oder in diesem Fall einer Stadtverwaltung inkl. deren Einrichtungen aktiv vorantreibt. Hier verlangt es aber auch das entsprechende Mindset aller Mitarbeiter und dass dieser Geist von der Spitze bis nach unten gelebt wird. Leider ist dies noch nicht bei jedermann angekommen, aber zum Glück schätzt der Stadtrat die Arbeit und machte den Weg für weitere Stellen frei.

    BereichStand 12/2020Stand 12/2021Veränderung
    Leiter110
    Sekretärin0,50,50
    Anwendungen5,55,50
    Systeme88 (Plan 11)0 (+3)
    Schulen26 (Plan 7)+4 (+5)
    Azubis47+3
    Digitalisierung01+1
    Gesamt (auf VZ)2129 (Plan 33)+8 (+12)
    Personelle Entwicklung der IT

    Gerade in der heutigen Zeit sind viele Unternehmen und öffentliche Einrichtungen massiven Angriffen ausgesetzt. Beispiele gibt es genug, wie im letzten Monat die Städte Anhalt-Bitterfeld und Geisenheim sowie das Klinikum Wolfenbüttel. Ein Teil der erbeuteten Daten war danach im Internet sogar frei verfügbar.

    Schlagzeilen der Hacks

    Niemand kann garantieren, dass es nicht auch einmal die Stadt Kaufbeuren erwischen könnte, denn 100%ig sicher ist kein System, vor allem wenn der Mensch einen besonderen Faktor spielt. Entscheidend ist aber, wie schnell wieder der Betrieb hochgefahren werden kann. Bei der Stadt Geisenheim wird sogar vermutet, dass dieses zwei bis drei Monate benötigt, um den alten Stand wiederherzustellen.

    Schüler Workshops

    Nun aber zurück zum Bericht. Geprägt war mein erstes Jahr durch viele Gespräche, sei es mit IT-Mitarbeitern, mit Mitarbeitern der Verwaltung, Bürgern, Einzelhändlern oder auch Schülern über die Digitalisierung in Kaufbeuren. Besonders spannend hierbei waren die Workshops an Schulen. Hier führte ich insgesamt vier Workshops mit bis zu je 180 Schülern bei der Jörg-Lederer-Mittelschule, dem Jakob-Brucker-Gymnasium und der FOS durch.

    Bilder aus den Schüler Workshops


    Dabei fielen besonders zwei Themen auf: Die Unzufriedenheit der Schüler über die schleppende Digitalisierung, aber auch dass die Stadt Kaufbeuren die Schüler nahezu gar nicht erreicht. Nachfolgend möchte ich als Beispiel die Ergebnisse des Workshops mit der FOS durchgehen.

    Zufriedenheit Digitalisierung bei Schülern
    Wünsche in Bezug auf Digtitalisierung

    Social Media

    Bei den Workshops stellte sich auch ein großes Problem der Stadt Kaufbeuren heraus: Sie erreicht die Jugend nur minimal.

    Genutzte soziale Netzwerke bei jungen Erwachsenen

    Facebook wird von Jugendlichen und jungen Erwachsenen nahezu nicht mehr genutzt. Bis zum Zeitpunkt des letzten Workshops wurde das beliebteste Social Network, Instagram, seitens der Stadt komplett vernachlässigt. Dies hat sich mittlerweile zum Glück geändert.

    Nachrichtenquellen bei jungen Erwachsenen

    Aber eine reine Betreuung des Instagram-Accounts reicht nicht aus. Hierfür arbeiten aber die Stadt Kaufbeuren, der Stadtjugendring, zwei bekannte lokale Instagrammer und ich bereits zusammen, wie man dies künftig für junge Erwachsene ansprechender gestalten könnte.

    Smart City

    Wie wir sehen, gibt es viele Baustellen. Ich möchte aber einmal in unserer Runde fragen: Welche Themen möchten Sie denn angehen? Ich höre von verschiedenen Fraktionen immer wieder, wie wichtig die Digitalisierung ist, aber die Thematik ist definitiv noch ausbaufähig, denn ich könnte nicht aus dem Stegreif sagen, welche digitalen Ziele die einzelnen Fraktionen konkret verfolgen und welche Ideen sie hierzu einbringen.


    Einer der Höhepunkte im ersten „Digitaljahr“ war sicherlich der Besuch unserer Staatsministerin Judith Gerlach anlässlich des Startschusses zu „Kommunal? Digital!“, einem Wettbewerb, bei welchem z. B. Kempten durch die Idee eines digitalen Bürgerforums eine Förderung von bis zu 500.000 Euro erhält.

    Besuch von Staatsministerin Judith Gerlach

    Aus Kaufbeuren kam im Bewerbungszeitraum leider nichts. Aber nicht nur bei “Kommunal? Digital!” konnte Kempten punkten, sondern gehört auch zu den 28 Modellstädten für Smart Cities des Bundesministeriums des Innern, Bau und Heimat.

    Abschneiden Stadt Kempten bei Smart City Wettbewerbe

    Die initiierenden Ideen sind nicht nur die Aufgabe von Fachleuten, sondern von uns allen und darf nicht an wenigen hängen bleiben. Hierbei gibt es verschiedenste Bereiche und Themenfelder.

    Smart City Wheel nach Boyd Cohen

    Hier möchte ich Sie alle auffordern, dass wir in Sachen Digitalisierung in Kaufbeuren nicht nur anderen Städten folgen, sondern aktiv voran gehen. Meine Teilnahme am Smart City Summit 2021 zeigte, wie weit bereits andere Städte sind. Das ist nicht nur ein Ressourcen-Problem, sondern auch ein Ideen- und Mindset-Problem und umfasst sämtlich Bereiche unseres Alltags. Es hilft nur wenig, viele Ressourcen besitzen, wenn die Ideen ausbleiben. Das geht nur gemeinsam. Zürich ist hier ein wunderbares Beispiel: Mit gerade einmal sechs Mitarbeitern für den Bereich „Smart City“ gehört Zürich in dieser Kategorie zu den Welthauptstädten. Vielleicht macht es auch Sinn, mit umliegenden Städten enger zusammenzuarbeiten, so dass Entwicklungen nicht doppelt oder dreifach von statten gehen, sondern die Kräfte gebündelt werden. Ein „Smartes Allgäu“ könnte so ein Weg sein. Städte wie München, Nürnberg und Augsburg arbeiten im Bereich des Online-Zugangsgesetzes zusammen.

    Idee Smart Region Allgäu

    Vielleicht schaffen es z. B. Kaufbeuren, Kempten und Memmingen bezüglich der Smart Cities die Köpfe zusammenzustecken, um gemeinsam voranzukommen.

    Falls jemand das Bild aus der Präsentation als Wallpaper mit den Wappen von Kaufbeuren und der Stadtteile haben möchte, findet es hier: https://www.uhrle.com/downloads/kf-hintergrund-wappen-1080.png

  • Für mehr Verständnis zur Digitalisierung – LiveArt: Digital

    Für mehr Verständnis zur Digitalisierung – LiveArt: Digital

    Im Oktober ist es so weit: Gemeinsam mit der Marketingagentur tenambergen möchte ich mit LiveArt:Digital das digitale Mindset der Kaufbeurer Bürgerinnen und Bürger voranbringen.

    Eine Podiumsdiskussion mit interessanten Gästen, bei welchen die Zuschauer, egal ob von daheim via Livestream oder vor Ort, durch ein interaktives Tool die Richtung vorgeben können, sowie geplante Fachbeiträge zu digitalen Themen des Alltags. Um die Veranstaltung abzurunden, gibt es zudem Musik von Five Minutes Late

    Ein Fehler ist im Artikel: Unsere Staatsministerin für Digitales Judith Gerlach sowie David Weber von „Smart City Zürich“ werden mit einem Video-Beitrag teilnehmen, leider jedoch nicht an der Podiumsdiskussion.

    In nächster Zeit wird es weitere Infos geben. Den aktuellen Stand findet ihr unter https://liveart-event.de/live-art-digital

    Sollte jemand Interesse haben, als Partner dabei zu sein, bitte mir einfach direkt schreiben.

  • Digitalisierungs-Diskussionsrunde mit dem Jakob-Brucker-Gymnasium und der Jörg-Lederer-Mittelschule

    Digitalisierungs-Diskussionsrunde mit dem Jakob-Brucker-Gymnasium und der Jörg-Lederer-Mittelschule

    Digitale Diskussionsrunde mit dem Jakob-Brucker-Gymnasium

    Ich hatte wieder einmal das Vergnügen, mit Schülern über die Digitalisierung in der Schule und im Alltag zu sprechen. Diesmal aber auf zwei verschiedene Arten: Einmal rein virtuell und einmal vor Ort. Während ich noch bei meiner letzten Diskussion im Juni mit Papier arbeitete, musste ich nun dieses virtualisieren. Über ein spezielles Tool war es möglich, Umfragen zu gestalten, deren Ergebnisse man sofort sehen konnte. Das war bei den 96 teilnehmenden Schülern der 9. Jahrgangsstufe des Jakob-Brucker-Gymnasiums besonders spannend und auch die einzige wirklich brauchbare Lösung. Aber auch bei den 20 Schülern vor Ort setzte ich auf diese Lösung. So konnten die Schüler bequem mit ihrem Handy die Fragen beantworten, welche dann die Grundlage für die weiterführenden Diskussionen waren. So waren schnell zwei Unterrichtsstunden vorbei.

    Nachfolgend mal eine Auswahl der Themen mit deren Umfrageergebnissen:

    Soziale Netzwerke

    Klar, dass dieses Thema für die Schüler besonders interessant war.

    Bei den nachfolgenden Grafiken bitte nicht wundern, denn nach der ersten Diskussion änderte ich diese etwas ab (Reddit und Pinterest hinzugefügt), das grundsätzliche Ergebnis bleibt aber ungefähr gleich.

    Frage: Welche sozialen Netzwerke nutzt du regelmäßig (ohne Messenger oder YouTube)?

    Soziale Netzwerke – Jakob-Brucker-Gymnasium
    Soziale Netzwerke – Jörg-Lederer-Mittelschule

    Man sieht, dass hier kaum ein Unterschied zwischen beiden Schulen besteht. Der einzige Ausreißer ist bei Twitter zu finden. Laut Schülern der JLMS wird Twitter besonders gerne für Nachrichten genutzt.

    Facebook ist out bei der jungen Generation, das zeigt sich ganz eindeutig. Die Gründe waren bei beiden Schulen identisch: Es ist einfach „alt“ und man möchte ungern seine Eltern in einem sozialen Netzwerk treffen. Während Ältere gerne auf Facebook diskutieren, lieben die Schüler den Konsum von Bildern und Videos. Eine Diskussion ist nicht wirklich relevant. Das interaktive Verhalten, welches besonders bei Facebook ausgeprägt ist, ändert sich hier wieder in den klassischen Konsum. Der Trend um das soziale Netzwerk „Clubhouse“ ging an den Schülern gänzlich vorbei. Clubhouse war unbekannt.

    Digitale Zufriedenheit

    Wie steht es eigentlich um die Digitalisierung? Gut, dass Deutschland hier nicht besonders gut abschneidet ist klar. Es ist bedauerlich, dass es in Deutschland für den digitalen Umbruch erstmal eine Pandemie brauchte. Aber wie zufrieden sind die Schüler eigentlich damit?

    Digitale Zufriedenheit – Jakob-Brucker-Gymnasium
    Digitale Zufriedenheit – Jörg-Lederer-Mittelschule

    Man erkennt, dass gerade an der Schule noch deutliches Potenzial vorhanden ist. Wobei aus dem Gespräch heraus die Schüler der JLMS deutlich zufriedener zu sein scheinen als die des JBG. Besonders das von der JLMS genutzte Microsoft Teams kommt sehr gut an. Auch die Themen WLAN und Schüler-Tablets sowie Bring-Your-Own-Device waren bei beiden Schulen von Bedeutung.

    Im öffentlichen Leben gab es in der Umfrage zwar einen Unterschied, das populärste Thema war aber dennoch das gleiche: Besonders öffentliche WLAN-Hotspots waren gefragt. Das von der Stadt Kaufbeuren installierte BayernWLAN wird in der Innenstadt sehr gerne genutzt.

    Im privaten Umfeld sind die Schüler aus beiden Schulen im Großen und Ganzen zufrieden. Lediglich zwei Themen sind negativ behaftet: Die Netzabdeckung in und um Kaufbeuren sowie die Bandbreite zuhause. Zwei typisch deutsche Probleme! Zwar nicht problematisch, aber ein Wunsch der Schüler ist, dass man das BayernWLAN in Kaufbeuren weiter ausbaut.

    Künftiger Unterricht

    Der Unterricht hat sich durch die Pandemie natürlich massiv gewandelt. Aber nur temporär oder nimmt man das eine oder andere mit? Diese Frage stellte ich den Schülern: „Was würdet ihr weiterhin nutzen wollen?“

    Da die Antworten insgesamt 10 Seiten umfassen, kann ich leider keine Screenshots anbieten, aber es war sehr eindeutig: Die Interaktionen über Webplattformen wie Microsoft Teams (JLMS) oder XGUI (JBG). Auch der Einsatz von Videokonferenz-Lösungen wie Zoom kam gut an. Insgesamt schienen die Schüler mit dem Home-Schooling viel zufriedener zu sein als gedacht. Wobei auch klar war, dass der Unterricht vor Ort effektiver ist.

    Nachrichtenkonsum

    Wie konsumieren junge Menschen eigentlich Nachrichten? Da sich doch einiges geändert hat, seit ich in dem Alter war und meine Tochter auch noch zu klein ist, dass ich das an ihr beobachten könnte, stellte ich die Frage: „Wie informierst du dich über Nachrichten?“

    Nachrichtenkonsum – Jakob-Brucker-Gymnasium
    Nachrichtenkonsum Jörg-Lederer-Mittelschule

    Man erkennt klar, dass es auch hier kaum Unterschiede zwischen den Schülern beider Schulen gibt. Wichtigstes Medium sind die sozialen Netzwerke. Wobei man auch sagen muss, dass altersbedingt natürlich das Interesse an Nachrichten geringer ist als bei Erwachsenen. Dennoch informieren sich viele Schüler durch Abos von Nachrichtenportalen wie z. B. die Tagesschau. Wie schon erwähnt wird hier Twitter besonders gerne genutzt. Auch der elterliche Faktor ist recht groß, jedoch ist es oft auch unfreiwillig, dass Eltern die Kinder über das aktuelle Geschehen aufklären. Ich würde es in dem Fall ein „unfreiwilliges Abo“ nennen.

    Besonders ein Problem sehe ich: Kommunale Nachrichten, denn diese erreichen die Schüler deutlich weniger. Hier besteht ein immenser Nachholbedarf, da die Stadt Kaufbeuren wie auch unsere kommunalen Zeitungen, Allgäuer Zeitung und Kreisbote, zu wenig auf den bei den Jungen angesagten Plattformen informieren.

    Apps der Stadt Kaufbeuren

    Das letzte Thema, welches ich auf dieser Seite angehen möchte, ist die Bekanntheit der Apps der Stadt Kaufbeuren. Anhand der vorherigen Diskussionen vermutete ich schon das Ergebnis der Frage „Welche Apps der Stadt Kaufbeuren kennst du?“.

    Bekannte Apps – Jakob-Brucker-Gymnasium
    Bekannte Apps – Jörg-Lederer-Mittelschule

    Hier zeigt sich auch ein Resultat daraus, dass die Schüler nur schwer erreicht werden. Die Apps der Stadt Kaufbeuren waren nahezu unbekannt, auch wenn sie durchaus auf Interesse stießen. Hier muss man schauen, wie man die Thematik angehen kann.

    Ein Schüler war besonders von der Abfall-App begeistert, denn seine Aufgabe ist es wohl, den Müll rauszubringen, was regelmäßig vergessen wird. Nun hat er eine Hilfe…

    Insgesamt kam die Diskussionsrunde bei den Schülern sehr gut an und ich würde mich freuen, diese künftig auch an anderen Schulen durchführen zu können. Ich freue mich über jede Meldung!

    Abschließend möchte ich noch die Gegenseite zu Wort kommen lassen und bedanke mich herzlich für die Kooperation. Es hat auch mir wieder sehr viel Spaß gemacht

    • Bernd Dössinger StD & Dirk Wohlgemuth OstR Jakob-Brucker Gymnasium
      Wir fanden die Veranstaltung sehr gelungen, da die Schüler die Möglichkeit erhielten, ihre Erfahrungen bezüglich der Digitalisierung sowohl im schulischen als auch privaten Rahmen auszutauschen.
      Auch die Auseinandersetzung über speziell schulische Angebote und Wünsche seitens der Schüler ermöglichte ebenfalls der Schule eine erklärende Stellungnahme.
      Die Schüler wurden auf die Buron-App aufmerksam gemacht und können nun die Nutzung dieser App vor dem Hintergrund ihrer Bedürfnisse angehen.
      Besonders lebendig wurde die Diskussion, als die Sozial-Media-Produkte der Schüler abgefragt und die unterschiedliche Verwendbarkeit thematisiert wurde.
      Das verwendete Umfragetool war abwechslungsreich und bot sehr schnell die Möglichkeit, über die Ergebnisse miteinander ins Gespräch zu kommen.

    • Christian Gebauer, Rektor Jörg-Lederer Mittelschule
      In einer lockeren und angenehmen Atmosphäre konnten unsere Schüler all ihre Fragen zur Digitalisierung an unserer Schule und in Stadt Kaufbeuren stellen, die Herr Uhrle sympathisch und schülergerecht erklären konnte.
      Ich finde es einfach klasse, dass Herr Uhrle nicht über unsere Schüler, sondern mit unseren Schülern spricht und sich so selbst ein Bild über ihre Wünsche und Probleme bei der Digitalisierung macht. So werden für unsere Schüler Entscheidungen der Politik nachvollziehbar.
    Diskussion mit den Schülern der Jörg-Leder-Mittelschule
  • Die neue BayernApp

    Die neue BayernApp

    Da ist sie nun, die neue BayernApp. Diese wurde am heutigen Donnerstag von Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, vorgestellt. Sie ist „das Tool für deine Behördengänge“. Klingt super, aber ist sie das auch? Schauen wie sie uns einmal an… Aufgemacht in schlichtem aber mordernen Bayernlook (der Freistaat, nicht die Mannschaft!). Mir gefällts, ähnelt im Design auch etwas der Buron App 😉.

    Was mir auch gefällt ist die anfängliche Abfrage des Wohnortes und der Lebensbereiche für welche Services in Frage kommen würden.

    Auf den ersten Blick gibt es in der BayernApp viele Services. Viele davon sind aber rein informativer Natur. Wenn ein Service online verfügbar ist, dann erkennt man das an dem „Online“-Symbol. Leider fand ich hier nur Links auf entsprechende Webseiten die diesen Service anbieten. Teilweise waren diese nicht mal ein Responsive Design, sprich die Anpassung von Webseiten an mobile Ansichten wie auf dem Handy. Die Bedienung ist daher in dem Fall sehr umständlich und birgt entsprechende Fehler. Ich hoffe sehr dass dies nur temporärer Natur ist und die Services künftig auch in der App verfügbar sind, sonst könnte diese lediglich zu einem Infoverzeichnis ohne großer Funktionen verkommen.

    Ein Feature welches mir auch gefällt sind die News-Abos in welchen ich verschiedene Nachrichten abonnieren kann. Leider sind diese nur nach Themen sortiert. Eine chronologische Sammlung konnte ich leider nicht finden. So muss ich die jeweiligen Themenbereich immer auf und zu klappen, um die Übersicht zu behalten.

    Wer öffentlich WLAN benötigt, findet in der App eine Karte zu den öffentlichen BayernWLAN Hotspots. Leider aber auch nur diese. Schön wäre es, wenn auch Hotspot die nicht zum BayernWLAN gehören, eingebunden werden könnten, analog dieser Seite https://www.europakarte.org/wlan/deutschland

    Fazit:
    Mit der App geht der Freistaat Bayern einen richtigen Weg. Ich hoffe (und gehe auch davon aus), dass dieser Release nur das Fundament für künftige Services via App sind. Und dann finde ich das eine richtig klasse Sache. Ladet euch die App einfach mal runter und probiert sie aus:

    Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.baystmd.bayernapp
    iOS: https://apps.apple.com/de/app/bayernapp-verwaltung-mobil/id1519799557

  • Die Digitalministerin zu Besuch

    Die Digitalministerin zu Besuch

    Heute kam hoher Besuch nach Kaufbeuren: Die sympathische Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, startete mit der Pressekonferenz den Wettbewerb „Kommunal? Digital!“, bei welchem Kommunen ihre Ideen für Digitalprojekte einreichen können. Für die fünf besten Ideen stehen insgesamt 10 Millionen Euro zur Verfügung. Ich freute mich sehr, dass ich bei dieser Pressekonferenz auch meine Sicht als Beauftragter „Digitale Stadt“ vortragen durfte.

    Die eine oder andere Idee haben wir schon, aber wenn jemand von euch noch eine hat: Nur zu 🙂
    Infos zum Wettbewerb gibt es hier:
    https://www.stmd.bayern.de/themen/wettbewerb-kommunal-digital/

    Und morgen geht es gleich weiter mit zwei Digital-Anträgen im Verwaltungs-, Finanz- und Stiftungsausschuss. Darunter der für einen möglichen Livestream des Stadtrates.

    Artikel des Kreisboten: https://www.kreisbote.de/lokales/kaufbeuren/ministerin-judith-gerlach-gibt-in-kaufbeuren-startschuss-fuer-ideenwettbewerb-kommunal-digital-90127097.html