Schlagwort: digitalisierung

  • Kommentar: Union will schnellere Digitalisierung an Schulen

    Kommentar: Union will schnellere Digitalisierung an Schulen

    Die ersten Impfungen sind (fast) bereit, dann kommt auch mal langsam etwas Bewegung in die Digitalisierung der Schulen, mal abgesehen von den bisherigen konzeptlosen Gießkannen. Es ist begrüßenswert, dass der CDU/CSU Fraktion jetzt auch aufgefallen ist, dass es etwas mehr braucht als Geld für Hardware. Denn wenn sogar die Ressourcen fehlen, dass man die Fördergelder überhaupt beantragen kann, läuft etwas falsch, ziemlich falsch. Noch bevor man anfängt, großartig nationale Schulclouds umzusetzen, muss die Infrastruktur der Schule stehen. Das fängt bei der Anbindung der Schule ans Netz an, geht weiter über die Netzwerkverkabelung und Access Points (WLAN). Zudem braucht es ein ganzheitliches Konzept für alle Geräte wie Notebooks, Tablets, etc.. Dafür gibt es zwar in der Schule die jeweiligen Beauftragten, aber mal ehrlich: Wenn man das nicht hauptberuflich macht oder dass dies ein besonders einnehmendes Hobby ist, wie soll der Beauftragte das sauber umsetzen? Somit kann dies nur bei den Kommunen liegen, die hier ihre Fachleute haben nur fehlen hier die Mitarbeiter. Daran haperte es bisher massiv, denn die Fördergelder waren idR für die Hardware, aber nicht für Planung, Umsetzung, Wartung. Zwar ist auch hier schon Bewegung drin, diese reicht aber noch bei Weitem nicht aus. Es bringt halt leider nix, wenn Deutschland mit 50km/h auf der Straße der Digitalisierung unterwegs ist, andere Länder aber mit 100km/h bzw. 150km/h davon ziehen. Da braucht man nicht von Aufholen reden. Auch wenn die positiven Signale zunehmen, bin ich immer noch pessimistisch was die ganze Thematik angeht. Und es gibt noch einige Baustellen allein in der Schule: Lehrpläne, Lehrerfortbildungen, Unterrichtstechniken (unabhängig von der Hardware), Lernkonzepte…Seien wir mal ehrlich: Welche Ressourcen hat Deutschland wirklich? Es gibt nur eine Hauptressource und das ist die Bildung. Die ist die Grundlage für das Land der Ingenieure. Und wenn wir bald nicht mit 200km/h statt weiterhin mit 50km/h unterwegs sind, frage ich mich, wie lange wir unseren Status noch halten können…
    https://www.golem.de/news/coronapandemie-unionsfraktion-will-schnellere-digitalisierung-der-schulen-2011-152359.html

  • Kommentar: Unsere Lehrer und der Digitalpakt

    Kommentar: Unsere Lehrer und der Digitalpakt

    Die Welt hat einen sehr interessanten Artikel über eine PISA-Studie über die Digitalisierung unserer Lehrer veröffentlicht:
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article216803170/Pisa-Studie-Das-grosse-Problem-der-deutschen-Lehrer.html

    Also ich mein die Lehrer, nicht den digitalen Unterricht bzw. die Digitalisierung in der Schule. Denn der in meinen Augen recht verkorkste Digitalpakt ist das eine, dass es aber auch entsprechende Lehrer benötigt ist das andere.

    Es gibt natürlich viele engagierte Lehrer, aber die ein digitale Verständnis haben und die die es nicht haben. Und das rächt sich jetzt massiv. Nebenbei bemerkt: Meine Frau ist selbst Lehrerin.

    Man kann den Lehrern idR. keinen Vorwurf machen: Sie sind nie abgeholt worden. Man dachte in Deutschland, es reicht, wenn man Smartboards in die Klassenzimmer schraubt. Am besten noch unterschiedliche Smartboards in jedes Klassenzimmer, dass die Software auch immer unterschiedlich sind. Und so verkommen die Smartboards zu teuren Tageslichtprojektoren.

    Was fehlte sind Fortbildungen und entsprechende Programme, sowie eine Anpassung des Unterrichts an die digitale Welt. Und diese nicht auf freiwilliger Basis sondern als Pflicht! Jetzt hat uns die Gegenwart eingeholt: Viele Lehrer stehen da wie das Kaninchen vor der Schlange und wissen nicht, was digitaler Unterricht bedeutet. Ich hoffe sehr, dass der Staat entsprechende Programme auf die Beine stellt, aber ich befürchte fast nicht. Es wird wohl eine verlorene Zeit…

  • Kommentar: Online-Zugangsgesetz OZG

    Kommentar: Online-Zugangsgesetz OZG

    Wie schon in meinem Nicht-Bericht erwähnt, hat der Staat die letzten Jahren massiv in Sachen Digitalisierung verschlafen und versucht jetzt mit übereiltem Aktionismus die Digitalisierung voran zu bringen, obwohl man bei weitem noch lange nicht soweit ist. Das wird auch nicht besser wenn die Kommunen weiter im Stich gelassen werden. Aber man hat mit dem Online-Zugangsgesetz Bund und Länder verpflichtet, bis 31.12.2022 die Verwaltungsleistungen online anzubieten. Klingt aufs Erste nach einem passablen Zeitraum, aber wenn es vorne und hinten fehlt, wird es schwierig. Im Prinzip versucht der Staat hier den Bau eines Hochhauses vorzuschreiben, lässt sie aber beim Fundament alleine. Dazu kommt dass das Hochhaus auf sandigem Grund stehen soll…Insgesamt 570 Dienstleistungen sollen digital verfügbar sein. Das ist ein wahrer Kraftakt, vor allem weil hierbei unzählige verschiedene Dienstleister und Softwareanbieter im Boot sind. Gleichzeitig sind aber gar keine Standards definiert worden, wie soll man also auf einen gemeinsamen Nenner kommen? Ich bin mal gespannt wie das weiter geht…
    https://www.heise.de/news/AG-KRITIS-Innenministerium-verbummelt-die-Digitalisierung-der-Verwaltung-4887124.html

  • Der Nicht-Bericht über die digitale Stadt

    Der Nicht-Bericht über die digitale Stadt

    Mir ist ein kleiner Fehler passiert. Es wurde im Verwaltungsausschuss bzw. Stadtrat beschlossen, dass jeder Beauftragte aus seinem Bereich berichtet. Mein Zeitpunkt wäre der erste Verwaltungsausschuss nach den Sommerferien, also nächste Woche. Ein kleines Detail hatte ich nicht beachtet, nämlich, dass dies erst ab 2021 gilt. Somit habe ich nun einen Bericht, den ich nächste Woche wohl nicht vortragen werde. Bevor dieser aber im Papierkorb landet, möchte ich diesen zumindest anderweitig veröffentlichen: Von der deutschen Politik wurde die Digitalisierung als Zukunftsthema bezeichnet. Und genau hier beginnt das Problem: Die Digitalisierung ist die Gegenwart und sicherlich nicht erst die Zukunft. Deutschland hat sie bisher nur massiv verschlafen. Das fängt mit den Leitungen in der Erde an und hört bei digitalen Konzepten für Schüler auf. Es fehlt in meinen Augen eigentlich überall und mit schlecht geplantem Aktionismus wie dem Digitalpakt oder einer Verpflichtung für Kommunen für digitale Services wird es nicht besser, im Gegenteil, der Druck wird erhöht und es fehlt weiter am Wichtigsten: Durchgängige Konzepte. Städte wie Kaufbeuren stehen hier vor einer größeren Herausforderung die Digitalisierung zu meistern als andere Städte, denn Digitalisierung lässt sich nur mit entsprechendem Budget, CAPEX wie auch OPEX sowie den zugehörigen Mitarbeitern meistern.

    Und so möchte ich Herrn Wittek, dem IT-Leiter der Stadt Kaufbeuren und seinem Team für die bisher geleistete Arbeit bei dieser großen Herausforderung danken und den Stadtrat um die Bereitstellung benötigter Mittel bitten, denn gerade in dieser schweren Zeit, die eine weitere Digitalisierung erfordert, ist es wichtig, diese weiter voran zu bringen, damit auch bei uns die Digitalisierung zur Gegenwart wird. In meiner Rolle als Beauftragter „Digitale Stadt“ versuche ich hierbei zu unterstützen. Weniger bei den Verwaltungsaufgaben sondern viel mehr als Schnittstelle zwischen Bürgern, Wirtschaft und der Stadt. Auch ist „ich“ nicht korrekt, denn korrekt wäre „wir“. Wir, das sind zunächst das aktuelle Digitalteam aus Generation KF und Kaufbeurer Initiative e. V. und künftig hoffentlich auch Bürger und Unternehmen, denn der Beauftragte „Digitale Stadt“ ist keine One-Man-Show und kann es auch gar nicht sein. (Nebenbei bemerkt, möchte ich mich an dieser Stelle für die herausragende Zusammenarbeit mit der Generation KF bedanken).

    Wie schon in der ursprünglichen Beschreibung des Beauftragten erwähnt, soll dieser als Schnittstelle dienen. Aber wo genau wollen wir hin? Was wird gewünscht, was nicht? In meiner beruflichen Position als Vollblut-Informatiker verstehe ich das vielleicht anders als weniger IT-affine Personen. Daher ist gerade anfänglich die Kommunikation die Basis für diese Rolle. Dies erfolgte z. B. bereits über eine sehr interessante Diskussion mit Zehntklässlern der Jörg-Lederer-Mittelschule und soll auch künftig auf weitere Schulen wie auch digitale Stammtische ausgeweitet werden. Zunächst gilt es, Bürger und Unternehmer abzuholen, um Ideen und Anregungen zu erhalten. Über Möglichkeiten der Umsetzung kümmert sich dann das Digitalteam in Zusammenarbeit mit der Stadt. Aber nicht immer muss hier die Verwaltung involviert sein, es kann auch andere Konzepte geben. Eines ist z. B. das Konzept zur digitalen Förderung des lokalen Einzelhandels. An diesem, in einer anderen Stadt bereits erfolgreich umgesetzt, wird aktuell gearbeitet. Gleiches gilt auch für ein Konzept für mehr digitale Transparenz. Hierzu wird es demnächst Neuigkeiten geben.

    In den ersten Wochen des neuen Schuljahres möchte ich auf weitere Schulen zugehen, um auch mit diesen Diskussionen analog der Jörg-Lederer-Mittelschule zu führen. Die Themen hierbei gaben die Schüler selbst vor. Jeder Schüler schrieb zwei Digital-Themen, die ihn interessieren, auf jeweils einen Karton. Diese wurden dann über Punktevergabe der Schüler priorisiert und entsprechend thematisiert. Das Ergebnis war eine rege Diskussion, die auch mir persönlich viel brachte. So kam z. B. heraus, dass auch Zehntklassschüler eine Digitalisierung nicht auf allen Ebenen befürworten. Sie sehen Smartboards recht skeptisch; Aus dem einfachen Grund, dass zum einen kaum Lehrkräfte damit umgehen können und zum anderen der Unterricht dadurch zu komplex wird. Auf der anderen Seite erachten sie digitale Services als wichtig; Das Beispiel der Buron-App kam sehr gut an, hier zeigte sich nur das Problem, dass die App sämtlichen Schülern und auch der betreuenden Lehrkraft unbekannt war. Ursache ist, dass die Schüler keine klassischen Medien konsumieren, sondern sich über soziale Medien informieren. Hier müsste die Stadt Kaufbeuren besser ansetzen, aber auch bei dieser Thematik ist ein Ressourcenproblem vorhanden. Wie schon erwähnt, sollen nicht nur Schüler sondern auch Bürger und die Wirtschaft abgeholt werden.

    Als erstes Mittel sollen regelmäßige Digital-Stammtische stattfinden. Dies zunächst, entgegen des aktuellen Trends physisch und nicht virtuell. Hintergrund ist, dass die Erfahrung zeigt, dass in Videokonferenzen sich Teilnehmer deutlich passiver verhalten als bei einer physischen Zusammenkunft vor Ort, aber die Teilnehmer sollen eben zur aktiven Diskussion animiert werden. Aus diesem Grund ist die Idee, dass diese Treffen erst einmal in kleiner Runde unter Berücksichtigung der aktuellen Hygienemaßnahmen stattfinden. Je nach Entwicklung werden diese dann entsprechend ausgeweitet. Sobald die ersten Termine feststehen, werden diese mitgeteilt. Vor uns liegt ein langer Weg und ich hoffe, dass der Stadtrat wie auch die Verwaltung uns in diesem Vorhaben unterstützen. Sollte es Anregungen oder Ideen aus dem Stadtrat geben, so stehe ich sehr gerne zur Verfügung, was natürlich auch für jeden Bürger in Kaufbeuren gilt. Denn die Digitalisierung ist eine Aufgabe für uns alle. Vielen Dank!

  • Diskussion mit Abschlussklässlern

    Diskussion mit Abschlussklässlern

    Gestern war mein erster offizieller Auftritt als Beauftragter „Digitale Stadt“. Mit zehn Schülern aus der 10. Klasse der Jörg-Lederer-Mittelschule diskutierte ich über digitale Themen in der Schule und auch im Alltag. Hierbei kamen viele interessante Anregungen oder auch Themen auf, wie dass die Schüler nicht in jeder Lebenslage gut finden. Eines der Hauptprobleme ist teilweise auch das digitale Verständnis von Lehrern, so sind die häufig eingesetzten Smartboards recht unbeliebt, da die meisten Lehrkräfte damit nicht umgehen können. Besonders im Social Media Bereich wird in der Altersklasse Facebook nur noch wenig genutzt, sondern primär Instagram und TikTok. Dennoch wünschen die Schüler sich deutlich mehr digitalen Unterricht und auch im Alltag mehr digitale Funktionalität.

    Es hat mir, und scheinbar auch den Schülern und Lehrkräften, einen großen Spaß gemacht und ich hoffe, das war nicht die letzte Veranstaltung dieser Art.

    Besonders freut mich das Fazit des Schulleiters Christian Gebauer:
    “ Die Stadt und ihre Mitarbeiter unterstützen unsere Schule seit Jahren bei der Digitalisierung. Zum ersten Mal kam jetzt mit Herrn Uhrle ein Stadtrat in unsere Schule um mit meinen Schülern selbst über ihre Wünsche und Erfahrungen mit der Digitalisierung zu sprechen. Ein tolles, sehr wertschätzendes Zeichen und wertvoller Austausch! Es wäre klasse, wenn wir das im nächsten Schuljahr wiederholen könnten.“

    Interessierte Schulen vor… 😁

  • Die Buron App ist da

    Die Buron App ist da

    Im August stellte ich den Antrag für eine Buron App, weil die Informationsbeschaffung nicht so ganz ideal war. Hier zu gab es einen entsprechenden Artikel: 
    https://www.kreisbote.de/lokales/kaufbeuren/buron-app-gespraech-kaufbeurer-stadtverwaltung-prueft-antrag-ki-fraktion-umfang-inhalte-13282105.html

    Jetzt freut es mich, dass die erste Version, mit einem eingeschränkten Funktionsumfang, online ging.

    Die App ist aber bereits auf eine breite Basis aufgestellt, wodurch es später deutlich einfacher wird, Funktionen hinzuzufügen. Zunächst soll sie aber als Informationsmedium in der aktuellen Situation dienen.

    Vielen Dank an Jürgen Wittek, dem IT-Leiter der Stadt Kaufbeuren.

    Wer die App laden möchte, kann dies hier:
    iOS: https://apps.apple.com/us/app/buron/id1509483570
    Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.kaufbeuren.buron&hl=gsw&gl=DE

    Nachfolgend noch die Pressemitteilung der Stadt hierzu:

    Stadt Kaufbeuren startet die Buron-App: Push-Nachrichten sorgen für schnelle Informationsübermittlung

    Die Bürgerinnen und Bürger schnell und direkt mit wichtigen Neuigkeiten aus der Stadtverwaltung zu erreichen – das ist eines der Ziele der neuen Buron-App. Die App ist ab sofort in den App-Stores verfügbar.

    Die Stadt Kaufbeuren hat in jüngster Vergangenheit ihr digitales Angebot stetig erweitert: Neben der Easy-Park-App, die als Parkautomat auf dem Handy fungiert, gibt es den „Störungsmelder KF“, mit dessen Anwendung sich Störungen im öffentlichen Raum online an die Stadtverwaltung melden lassen. Die spielerische Stadtführung mittels der Tabrace-App gehört genauso zum Angebot wie die App Integreat, die ausländischen Neuankömmlingen einen guten Start in Kaufbeuren ermöglicht. Auch die Abfall-App informiert über aktuelle Tonnenabfuhrtermine.

    „Gerade in der aktuellen Situation sehen wir die Dringlichkeit die Menschen in Kaufbeuren schnell mit Neuigkeiten zu versorgen“, erklärt Oberbürgermeister Stefan Bosse. Die neue Buron-App sendet Push-Nachrichten an Smartphones und Tablets, sobald auf der städtischen Homepage www.kaufbeuren.de eine neue Meldung im News-Bereich hochgeladen wird. Selbstverständlich steht es dem Nutzer frei, die Funktion Push-Nachrichten an oder aus zu schalten.

    Jürgen Wittek, Abteilungsleiter für Informations- und Kommunikationstechnologien der Stadt Kaufbeuren, hat das Projekt in den letzten Wochen in die Hand genommen: „Uns war wichtig technisch auf ein flexibel erweiterbares Baukastensystem zu setzen, welches sich schnell in der Praxis umsetzen lässt.“

    Aktuell spiegelt die Buron-App alle aktuellen Nachrichten von www.kaufbeuren.de wieder und es sind die Öffnungszeiten und Kontaktdaten aller städtischen Abteilungen und Einrichtungen zu finden. Im Vordergrund stehen die einfache Bedienung und die hohe Funktionalität der Buron-App. Künftig wird die App um zusätzliche Funktionen erweitert: Die einzelnen Apps der Stadtverwaltung Kaufbeuren werden in der Buron-App ein gemeinsames Zuhause finden. Mit dem nächsten Update sind all diese Apps über eine Favoritenliste auswählbar. Des Weiteren wird der Veranstaltungskalender von Kaufbeuren Tourismus- und Stadtmarketing in die App integriert. Das Update mit diesen Erweiterungen ist in Vorbereitung und wird Mitte Mai veröffentlicht. „Die Buron-App bietet uns eine digitale Basis auf die wir zukünftig aufbauen können“, so Wittek.