Meine ursprüngliche Stellungnahme fiel etwas länger aus, welche logischerweise nur verkürzt wiedergegeben werden konnte.
Nachfolgend noch die Vollständige:
Manche vergessen in der Diskussion, dass die Stadträte wie auch die Stadtspitze genauso Bürgerinnen und Bürger Kaufbeurens sind, denen ein eventueller Verlust des Parkstadions ebenfalls schmerzt. Auch wenn andere Grundstücke frei zu sein scheinen, heißt das nicht, dass diese die Voraussetzungen erfüllen bzw. dort gebaut werden kann. Somit stellt sich aktuell nicht die Frage WO die Finanzhochschule gebaut wird, sondern OB diese in Kaufbeuren realisiert wird, denn leider ist der aktuell diskutierte Standort derzeit alternativlos, auch wenn man mit Hochdruck nach weiteren Lösungen sucht. Bei der Finanzhochschule handelt es sich um ein 100 Mio Projekt, dessen Infrastruktur für die Stadt eine einmalige Chance bietet. Daher ist es umso wichtiger, sich weniger emotional, sondern deutlich sachlicher zu begegnen, um gemeinsam die bestmögliche Lösung für alle Beteiligten zu erarbeiten. Der Runde Tisch in seiner jetzigen Form ist hier ein erster wichtiger Schritt. Da aber noch ein paar Monate Zeit ist, hoffen wir alle, dass sich ggf. doch noch eine Alternative ergibt. In welcher Form am Ende entschieden wird, ist noch nicht im Gremium diskutiert worden, da der Stadtrat außerhalb des Beirates über die Thematik noch nicht beriet.
Zum Bericht des Kreisboten Kaufbeuren [1] (danke an den KB für den Bericht) möchte ich noch etwas ergänzen .
Grundsätzlich ist nahezu jeder gut ausgearbeitete Antrag zur Förderung der Digitalisierung zu begrüßen. So auch der von CSU / Grüne. Die Aussage bezüglich der Planlosigkeit meint die komplette Digitalisierung in Deutschland. Denn diese besteht primär aus Aktionismus und dem Gießkannenprinzip, ohne die Förderrichtlinien bzw. was konkret gefördert werden soll, zu hinterfragen. So auch am Beispiel Breitbandausbau: Die Förderrichtlinien für den Breitbandausbau seitens des Bundes beziehen sich primär auf Geschwindigkeiten, nicht auf die eingesetzten Techniken. Auf diesem Weg wird am Ende auf einen veralteten Übertragungsweg gesetzt: Das Kupferkabel. Das Kupferkabel ist bereits nahezu an seiner physikalischen Grenze angelangt und man schafft es nur durch Änderung an der Kanalkodierung physikalische Effekte zu „umgehen“. Das passiert beim Vectoring auf welches die Telekom setzt. Dies hat zur Folge, dass man zwar sehr günstig die letzten (und teuersten) Meter zwischen Verteilerkasten und Hausanschluss anbieten kann, aber ist das zukunftsfähig? In keiner Weise, denn wir haben wir die Grenze erreicht. Vielleicht erreicht man noch durch ein paar Tricks etwas höhere Geschwindigkeiten, aber viel geht nicht mehr. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass man in 10 Jahren die benötigten Geschwindigkeiten mit Vectoring gar nicht mehr erreichen kann, sondern nur noch mit Glasfaser. Somit gerät man in einen massiven Rückstand gegenüber Ländern und Regionen (den man eh schon hat), die schlicht und ergreifend ausschließlich den Glasfaseranschluss (FTTH/FTTB [2]) ins Gebäude fördern und nicht bis zum nächsten Verteilerkarten (FTTC) wie es Deutschland macht. Zudem sollten die Förderkriterien, wie schon erwähnt, sich auf die Anschlussart beziehen, sprich, alles was Kupfer auf die letzten Meter ist, gehört gefördert und zu FTTH/FTTB ausgebaut, egal welche Geschwindigkeit damit erreicht wird. Nur so bleibt man zukunftsfähig.
Gerade im Unternehmensbereich merkt man, dass Glasfaseranschlüsse mittlerweile ein Standortkriterium sind. Im privaten Bereich wird das auch kommen, nur verzögert. Früher reichte bekanntlich auch der ISDN-Anschluss, welcher heute mit seiner Geschwindigkeit undenkbar wäre.
Deutschland bewegt sich auf der Straße der Digitalisierung weiter nach vorne, leider nur mit 50km/h während andere mit 100km/h oder 150km/h unterwegs sind. Aufholen sieht anders aus. Aktuell befindet sich Deutschland bei Breitbandanschlossen auf Platz 34, zwischen Chile und Panama [3]. Alles andere als eine Verschlechterung in den nächsten fünf Jahren würde mich (positiv) schwer überraschen. Denn andere werden durch gezieltere Investitionen schnell aufholen. Ach, eine Sache muss ich nochmal erwähnen: Deutschland schnitt bei einer Pisa-bezüglich digitaler Bildung in Form von Onlinelernplattformen innerhalb der OECD auf Platz 66 von 78 ab bzw. im Bereich der Digital-Ausbildung der Lehrer sogar als Letzter. [4] Man könnte bei den ganzen Platzierungen meinen, dass es sich hier nicht um die Digitalisierung sondern um den Eurovision Song Contest handelt…
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