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  • Bericht Beauftragter „Digitale Stadt“ 2022

    Bericht Beauftragter „Digitale Stadt“ 2022

    Am vergangenen Dienstag hielt ich meinen Bericht vor dem Verwaltungs-, Finanz- und Stiftungsauschuss. Nachfolgend meine Vortrag:

    Einleitung

    Entgegen der Hoffnungen aus 2021 haben sich die Einschränkungen durch die Pandemie noch weiter hingezogen. Zwar gab es ab dem Frühjahr deutliche Lockerungen, aber diese wurden primär für das Nachholen der verschobenen Termine genutzt. Daher waren viele Terminpläne besonders voll und zudem agierten viele weiterhin vorsichtig, was persönliche Gespräche betraf.

    Dennoch waren wieder einige spannende Diskussionen möglich.

    Live.Art Digital

    Plakat Live.Art Digital

    Geboren aus der Idee die Digitalisierung im Alltag in Kaufbeuren breiter zu bewerben, entstand das Konzept für Live.Art Digital. Dieses wurde dankenswerterweise von der Marketingagentur Tenambergen mitgetragen, um ein bisher einmaliges Event auf die Beine zu stellen. Bei dieser hybriden Veranstaltung im Kaufbeurer Stadtsaal gab es interessante Beiträge und Diskussionen von und mit unserer Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, dem Geschäftsführer des Allgäuer Zeitungsverlages, Rolf Grummel, dem IT-Leiter der Stadt Kaufbeuren, Jürgen Wittek, dem Geschäftsführer der Firma alphasystems, Jörn Steinhauer, dem VWEW Geschäftsführer Stefan Fritz, dem Vorstandssprecher der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren, Tobias Streifinger, dem Direktor der AOK Kaufbeuren-Ostallgäu, Bernd Ruppert sowie von mir selbst in meiner Rolle als Beauftragter Digitale Stadt. Zudem wurde die Veranstaltung musikalisch von „5 Minutes Late“ begleitet.

    Das Besondere an der Veranstaltung war die Einbindung der Zuschauer, egal ob vor Ort oder mobil, über Live-Umfragen. Auf zwei Fragen möchte ich in meinem Bereich eingehen:

    Umfrage Bedarf Digitalisierung nach Lebensbereichen

    25% der Umfrageteilnehmer sahen den Bedarf bei den Bürgerservices und Infrastrukturen am höchsten. Hier hat die Stadt nur bedingten Einfluss. Es zeigt aber, dass man in den Bereichen, auf welche die Stadt einen Einfluss hat, diese besonders angehen müsste. Interessant ist, dass bei der Umwelt mit 9% am wenigsten Bedarf gesehen wird.

    Bereits genutzte digitale Services

    Bei den digitalen Services war das Online-Banking bzw. Payment Services mit großem Abstand vorn. Besonders beim E-Government gibt es noch viel Potenzial. Dies liegt aber nicht nur am Angebot selbst, sondern auch an der Kommunikation des Angebotes. Viele Services sind schlichtweg noch gar nicht bekannt.

    Smart City Workshop

    Anfang des Jahres wurden alle Parteien bzw. Fraktionen und Referatsleiter zu einem Smart City Workshop eingeladen. Dem Aufruf folgten aus der Stadtverwaltung Thomas Zeh, Helge Carl, Jürgen Wittek und Marvin Hausmann. Seitens des Stadtrates waren Julia Bosse und Max Nocker von der Generation KF, Ernst Schönhaar von der CSU, Christoph Gänsheimer und ich selbst vertreten.

    Gearbeitet wurde über ein interaktives Whiteboard, einem sog. Miro-Board, mit welchem alle parallel interagieren konnten. Zunächst wurden die einzelnen Smart City Bereiche vorgestellt und welche Ausrichtungen ausgewählte Städte haben.

    Erster „interaktiver“ Punkt war die Einschätzung der Teilnehmer der Stadt Kaufbeuren.

    Einschätzung der Teilnehmer in Bezug auf Kaufbeuren

    Hier sieht man, dass die Einschätzungen der Teilnehmer ungefähr gleich waren. Einziger Ausreißer war beim Smart Government. (Von der gelben Linie bitte nicht irritieren lassen. Diese hatte ein Teilnehmer aus Versehen gelöscht und wurde schnell händisch eingefügt).

    Nächster Punkt war die persönliche Priorität. Hier konnte jede(r) vier Punkte insgesamt verteilen. Bei der Punktevergabe enthielt ich mich.

    Persönliche Prioriäten

    Ganz klar an der Spitze war Smart Government mit 11 Punkten, gefolgt von Smart Energy & Environment mit 9 Punkten und Smart Mobility mit 7 Punkten. In der Runde tauschte man sich ausführlich über die Gebiete aus und was die Stadt Kaufbeuren hier bereits macht. Interessant war, dass manches Projekt innerhalb der Stadt nicht einmal bekannt war. Hier zeigte sich, dass die Stadt deutlich kommunikativer werden muss. Ein Beispiel wäre eine Zusammenfassung der Smart City Projekte auf einer eigenen Seite.

    Im Nachgang wurde eine Umfrage verschickt. Diese ergab u.a., dass der größte Teil einen Workshop mit zweimonatigen Rhythmus bevorzuge.

    Umfrage Häufigkeit Workshop

    Interessant auch, dass das Format mit dem interaktiven Whiteboard sehr gut mit der Durchschnittsnote von 1,375 ankam.

    Eine ausführliche Zusammenfassung des Workshops wurde am 26.05. an alle Parteien/Fraktionen versandt, welche den Wunsch nach einem größeren Teilnehmerkreis enthält. Eine Reaktion der Empfänger, die bisher nicht vertreten waren, blieb leider aus.

    Ein weiterer Workshop ist für Herbst geplant. Hierbei sollen auch die weiteren Termine geklärt werden. Die Terminabstimmung für diesen Workshop folgt in den nächsten Tagen.

    Austausch mit Digital-Experten

    Im vergangenen Jahr gab es auch einen Austausch mit verschiedenen Experten.

    Hierbei wurden primär verschiedene Smart City Projekte vorgestellt oder wie man Bürger*innen in Smart City Themen besser einbinden könnte.

    Die Experten hierfür waren von urban digital, Strange Consult, BABLE sowie Allgäu Digital. Ein Teil der Beispielprojekte floss auch in den Smart City Workshop mit ein und sind in der Zusammenfassung zum Smart City Workshop enthalten.

    Allgemeiner Austausch mit Organisationen und Bürger*innen

    Hier wurden sämtliche digitale Themen querbeet besprochen. Innerhalb des Cross Business Architecture Labs e. V., einem Verein für Enterprise und IT Architekten, war die Digitalisierung in der Schule ein großes Thema.

    Beim Internetcafé war Digitalisierung für Senioren besonders wichtig und wie man diese künftig angehen könnte. Hier ist auch noch ein Workshop geplant.

    Beim Austausch mit dem SchOK ging es um die Einschätzung der Schülerinnen und Schüler, nicht nur in Bezug auf die Digitalisierung innerhalb der Schule.

    Seitens der Stadt Kaufbeuren kamen vereinzelt Mitarbeiter bezüglich ihrer Wünsche und Bedenken auf mich zu. Dies wurde dann zusammen mit Herrn Jürgen Wittek weiter besprochen.

    Seitens der Bürgerinnen und Bürgern gab es auch einzelne Anfragen für ein Gespräch. Im Fokus waren hier primär die Themen Transparenz sowie Bürgerpartizipation.

    Ausblick

    Wie schon erwähnt, ist in Zukunft die permanente Installation des Smart City Workshops geplant. Zudem wird es wie bisher natürlich den Austausch mit Organisationen weiterhin geben.
    Ein mir persönlich besonders wichtiges Anliegen ist die Durchführung eines Workshops zum Thema Smart City mit Bürgerinnen und Bürgern, denn in meinen Augen fehlt hier ein Stimmungsbild, was auf dieser Seite gewünscht bzw. gefordert wird. Verfolgt die Stadt Kaufbeuren hier die richtige Strategie?
    Auf was ich mich besonders freue, ist die Mitarbeit im Lenkungsausschuss Digitalisierung. Hier möchte ich mich nicht nur als Vertreter des Stadtrates, sondern auch mit meinen beruflichen Erfahrungen als Enterprise Architect und ehem. IT-Unternehmensberater einbringen.

  • Konzeptidee Innenstadt „NextGen“

    Konzeptidee Innenstadt „NextGen“

    Vorwort

    Mich persönlich ermüdet dieses Thema schon länger. Zwar wird viel geredet und teilweise auch gestritten, aber haben wir wirklich eine Bewegung in der Thematik? Ich persönlich sehe hier wenig. Daher habe ich mir ein wenig Zeit genommen und ein paar Ideen und Gedanke zusammenfließen lassen um das Konzept „Innenstadt NextGen“ zu erstellen. Dieses Konzept basiert rein auf subjektiver Erfahrung und soll zunächst zum Nachdenken und Diskutieren anregen, daher wird es seitens der Kaufbeurer Initiative keinen konkreten Antrag hierzu geben. Es wird sicher einige Punkte haben, die diskussionswürdig sind, aber ist es nicht gerade dieser inhaltliche Austausch, der uns hier weiterbringen sollte? Ein „weiter so“ ist jedenfalls der denkbar schlechteste Weg. Es wird Zeit für Kaufbeuren, Mut zu beweisen, denn um den negativen Trend der Innenstadt voranzutreiben, reicht es allein schon, nichts zu tun. Den Rest erledigt der Wandel von allein.

    Kernziele des Konzeptes sind:

    • Reduktion sowie Verlangsamung des Fahrzeugverkehrs
    • Mehr Grün
    • Erweiterung der Bestuhlung der Gaststätten
    • Ausbau der Kaiser-Max-Straße als sozialen Hotspot

    Ausgangslage

    Die Ausgangslage sollte allgemein bekannt sein: Der Leerstand wird größer, es gibt nur noch wenige eigentümergeführte Geschäfte. Zwei der größten Einzelhändler in der Innenstadt, H&M und C&A sind in finanzieller Schieflage und schlossen bereits eine größere Anzahl an Filialen bzw. werden weitere schließen. Die Frage ist, wann Kaufbeuren hiervon betroffen sein wird.
    Größere Menschenmengen lassen sich nur durch Veranstaltungen in die Innenstadt locken, aber sind mehr Veranstaltungen auch ein permanentes Werkzeug?

    In Kaufbeuren gibt es verschiedene Ansichten: Die einen sagen, man müsse Autos aus der Innenstadt entfernen, die anderen sagen, dass die Autofahrer die letzte Konstante des Einzelhandels sind und man Parkplätze ggf. sogar ausbauen müsse. Wer hat aber Recht? Oder gibt es ggf. einen Mittelweg?

    Idee

    Die Entwicklung der Kaiser-Max-Straße als soziales Zentrum ohne den Verkehr vollständig auszusperren.

    Gerade Parkplätze nehmen in der Straße viel wertvollen Raum weg, der deutlich besser entwickelt werden könnte.

    Die Aufenthaltsqualität soll deutlich erhöht und die Besucher hierdurch zum Verweilen eingeladen werden. Ziel ist es, einen ansprechenden Bereich zu schaffen, in welchem die Bürgerinnen und Bürger ihre Zeit für soziale Interkation verbringen können. Sei es durch Flanieren, Nutzung der Gastro oder einem verbesserten Kulturprogramm.

    Aber wie könnte das aussehen?

    Veränderung allgemein

    Entfernung der meisten Parkplätze. Der gewonnene Platz dient der Aufwertung der Straße durch z. B. Bäume wie Platanen, analog Obstmarkt. Hierdurch soll eine angenehmere Atmosphäre geschaffen werden. Die Bäume spenden Schatten, die Aufenthaltsqualität wird erhöht. Sollte die Installation der Platanen aus gestalterischen oder Kostengründen nicht möglich sein, wäre eine mobile Lösung denkbar. Dies hätte bei der unteren Kaiser-Max-Straße den Vorteil, dass diese bei z. B. dem Tribünenaufbau entfernbar wären.

    Platanen erhöhen die Aufenthaltsqualität deutlich (Bild aus Troisdorf)

    Die Einfahrt in die Kaiser-Max-Straße wird durch eine Schranke an der Kreuzung Ludwigstraße / Sedanstraße geregelt. Diese soll nicht verhindern, dass man in die Kaiser-Max-Straße fahren kann, sondern die Zufahrt deutlich besser regulieren. Parkplätze sollen nicht gänzlich aus dem Bereich der Kaiser-Max-Straße verschwinden, sondern Kurzzeitparkplätze in der Sedanstraße und der oberen Kaiser-Max-Straße zur Verfügung stehen. Diese können sogar bis z. B. 15 Minuten kostenlos sein, darüber hinaus sollten die Minutenpreise so empfindlich sein, dass es attraktiver ist, in eines der näher liegenden Parkhäuser zu fahren. Dies lässt sich durch eine Schranke am besten regeln. Zudem sollen durch die Schranke die „Kreisfahrer“ massiv reduziert werden, wovon vielen es lediglich um das „gesehen werden“ geht. Gerade Letztere bringen der Innenstadt nur Nachteile.

    Die Fahrbahn soll zudem deutlich verengt werden, dass es nicht möglich ist, mal kurz stehen bleiben, sondern die Kurzzeitparkplätze zu nutzen sind. Für Lieferverkehr ist nur ein bestimmter Zeitraum, vorzugsweise vormittags, vorbehalten. Dieser müsste mit den Anliegern entsprechend geklärt werden.

    Bis auf die permanente Installation der Bäume ist das Konzept saisonal anpassbar. So könnte man z. B. außerhalb der gastronomisch relevanten Jahreszeiten die untere Kaiser-Max-Straße für den Verkehr freigegeben, oder aber auch den Gastronomiebereich für z. B. eine Erweiterung des Weihnachtsmarktes nutzen.

    Untere Kaiser-Max-Straße

    Untere Kaiser-Max-Straße (vor Rathaus)

    1. Installation einer Schranke, welche die Zufahrten deutlich besser reguliert.
    2. Installation offizieller Kurzzeitparkplätze in der Sedanstraße zum Be- und Entladen oder Erledigung sehr kurzer Besorgungen
    3. Das Abbiegen in der Kaiser-Max-Straße ist nur noch nach links möglich. Ausnahme könnte lediglich die Zufahrt zur Schlosserhalde für Anwohner sein
    4. Einrichtung eines großzügigen Gastro-Bereichs, welcher weit über den jetzigen Bereich hinaus geht. Ideal wäre es, wenn dieser von mehreren anliegenden Gastronomen betrieben wird.
    5. Permanente, jedoch entfernbare Kleinkunstbühne. Diese können Künstler buchen bzw. die Gastronomen können auf diese zurückgreifen. Durch eine entsprechende musikalische Umrahmung wird die Aufenthaltsqualität nochmals erhöht. Auch kann die Bühne bei Demonstrationen und Kundgebungen genutzt werden.
    6. Wendehammer für kurze Zufahrt in die Kaiser-Max-Straße. Über diesen hinaus ist eine Einfahrt in die Straße nicht möglich
    7. Kurzzeitparkplätze für Be- und Entladen oder kurze Besorgungen. Durch Verengung der Fahrbahn können Kurzzeitparkplätze geschaffen bzw. erhalten werden sowie der kleine Gastrobereich des Vinos erhalten bleiben.
      Absenkung des Bordsteins auf Seiten der Tourist-Info notwendig.

    Obere Kaiser-Max-Straße

    Obere Kaiser-Max-Straße

    • Entfernung der Parkplätze
    • Verengung der Fahrbahn auf eine Fahrspur. Hierdurch wird mehr Raum für Fußgänger und Gastronomie gewonnen bei gleichzeitiger Entschleunigung des Verkehrs und das Durchfahren der Kaiser-Max-Straße verliert an Attraktivität
    • Einrichtung von Kurzzeitparkplätzen zum Be- und Entladen oder sehr kurzer Besorgungen
    • Schranke für die Ausfahrt mit Kassenautomat zum Nachzahlen, sollte die kostenlose Parkzeit überschritten worden sein.

    Offene Punkte

    Im Zuge der Diskussionen innerhalb der Fraktion aber auch mit Dritten stellten sich aktuell drei offene Punkte heraus:

    • Ist das Anbringen einer Schranke rechtlich möglich?
    • Wie wird die Ausfahrt über die Schlosserhalde geregelt (ggf. über eine weitere Schranke?)
    • Die Absenkbarkeit des Bordsteins vor der Tourist info müsste geprüft werden.
  • Antrag über Sportgutscheine abgelehnt

    Antrag über Sportgutscheine abgelehnt

    Ist möglicherweise ein Bild von Text
    Artikel aus der Allgäuer Zeitung vom 21.12.2021

    Leider wurde der von mir ausgearbeitete Antrag zur Förderung der durch die Pandemie leidenden Sportvereine und für mehr Bewerung für die Bürgerinnen und Bürger abgelehnt. Auch wenn mancher Sportgutscheine als Ungleichbehandlung gegenüber anderer Vereine betrachtet, so ist am wenigsten geholfen, wenn man nun gar nichts macht. Wer sich für den vollen Antrag vom 06.09.2021 interessiert, kann diesen nachfolgend nachlesen.

  • Von der Idee zum Event: Live.Art Digital

    Von der Idee zum Event: Live.Art Digital

    Die planerische IT ist ein spannender, aber auch trockener Themenbereich. Um hier etwas Abwechslung in den Alltag zu bekommen, habe noch ein paar andere Projekte laufen.

    Podiumsdiskussion

    In meinem Ehrenamt als Beauftragter „Digitale Stadt“ kam mir der Eindruck, dass viele zwar den einen oder anderen digitalen Service nutzen, aber doch irgendwie das Mindset dahinter fehlt. Daher kam mir die Idee für eine Digitalisierungsveranstaltung, welche nun am vergangenen Mittwoch stattfand. Das finale Konzept wurde mit der Marketingagentur Tenambergen ausgearbeitet, welche auch den Abend veranstalte und wir hatten eine gute Mischung aus Fachbeiträgen, Diskussion und Zuschauerinteraktion.

    Vorstellung Jörn Steinhauer, CEO alphasystems group

    Fachbeiträge hatten wir von:
    Judith Gerlach (Bayer. Staatsministerin für Digitales)
    Bernd Ruppert (Direktor AOK Kaufbeuren-Ostallgäu)
    Tobias Streifinger (Vorstandsvorsitzender Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren)
    Stefan Fritz (Geschäftsführer VWEW Energie)
    Jana Helder (Head of Operations BABLE Smart Cities)

    Vorstellung Rolf Grummel, Geschäftsführer Allgäuer Zeitungsverlag


    Am Podium waren vertreten:
    Jörn Steinhauer (CEO alphasystems)
    Rolf Grummel (Geschäftsführer Allgäuer Zeitungsverlag)
    Jürgen Wittek (Leiter IT Stadt Kaufbeuren)
    und meinereiner

    Vorstellung meinerseits

    Unterm Strich war die Veranstaltung erfolgreich und wir werden weiter am Konzept feilen. Ich freue mich schon auf 2022.

    Wer sich die Veranstaltung anschauen möchte, kann dies hier:

    Einen Bericht zu Live.Art Digital findet sich hier:
    https://www.kreisbote.de/lokales/kaufbeuren/live-art-digital-kaufbeuren-diskutiert-ueber-potenziale-und-risiken-der-digitalisierung-91044806.html

    Leider ist der Artikel der Allgäuer Zeitung nicht online.

    Einen besonderen Dank möchte ich an alle Unterstützer aussprechen, die halfen diese Idee zu verwirklichen:
    alfasystems group, Projekt2, vwew energie, Stadt Kaufbeuren, BABLE, Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren, AOK Bayern, Login Consultants und Autohaus Seitz

    Auch ein großes Dankeschön an Allgäu Digital, die spontan uns noch auf den sozialen Medien massiv unterstützten.

    Beitrag von Staatsministerin Judith Gerlach

    Alle Bilder von der Marketingagentur Tenambergen

    Die Technik für den Stream

  • Bericht „Digitale Stadt“ 2021

    Bericht „Digitale Stadt“ 2021

    Präsentation des Berichtes

    Im heutigen Verwaltungs-, Finanz- und Stiftungsausschuss stellte ich meinen Bericht über das erste Jahr als Beauftragter „Digitale Stadt“ vor:

    Einleitung

    Pressemitteilung 026/21 der Regierung von Oberfranken vom 30.03.2021:
    Man stellt von bisher vier auf fünfstellige Faxnummern um.

    Das ist natürlich nur ein Beispiel für den Stand der Digitalisierung in Deutschland. Zum Glück ist Kaufbeuren hier mittlerweile deutlich weiter. Der neue Stadtrat, so habe ich zumindest den Eindruck, steht der Digitalisierung deutlich offener gegenüber als der alte. Vielleicht liegt es an den vielen neuen Köpfen, vielleicht aber auch nur an der Pandemie, die uns quasi zu mehr Digitalisierung zwingt. Woran es letztendlich lag, wird sich zeigen, wenn die Pandemie der Vergangenheit angehört. Ich hoffe natürlich, dass es die Köpfe sind, die in der Digitalisierung etwas Wegweisendes, nämlich unsere Zukunft sehen.
    Das erste Jahr war aus digitaler Sicht aber definitiv kein schlechtes und ich freue mich sehr, dass mir das Amt des „Beauftragen Digitale Stadt“ übertragen wurde. Ich würde mir wünschen, dass ich die Erwartungen an dieses Amt erfüllen kann, um gemeinsam mit der Verwaltung, dem Stadtrat und besonders den Bürgerinnen und Bürgern die Digitalisierung voranzubringen.

    Aber lassen wir die erste Zeit als Beauftragter ein wenig Revue passieren:

    Buron App

    Noch bevor ich das Amt des Beauftragten „Digitale Stadt“ übertragen bekam, lag mir bereits die digitale Entwicklung der Stadt besonders am Herzen. Dies zeigte sich z. B. durch den Antrag auf Prüfung einer Buron App. Auch wenn es bei manchem anfänglich eine gewisse Skepsis gab oder diese sogar immer noch besteht, zeigte die Präsentation der Buron App durch das Bundeswirtschaftsministeriums als „vorbildliche App“ dass der Weg richtig war. Dies bestätigt auch die gute Arbeit durch Herrn Wittek sowie seines Teams und ich freue mich, dass ich hierbei unterstützen konnte.

    Entwicklung Buron App

    Nichtsdestotrotz bietet die Buron-App noch viel Potenzial für weitere Funktionen und man darf sich jedoch nicht auf den Lorbeeren ausruhen, wobei ich nicht davon ausgehe, dass dies der Fall sein wird. Zudem ist die Buron-App, wie auch die anderen kommunalen Apps, bei den jungen Bürgern gänzlich unbekannt. Ca 88% der befragten Schüler kennen keine. Am bekanntesten sind die Abfall App mit etwa 6% und die Buron App mit 4%

    Bekanntheitsgrad kommunaler Apps bei jungen Erwachsenen

    Die Kaufbeurer IT

    Grundsätzlich muss ich die Arbeit der Kaufbeurer IT-Abteilung loben. Denn eine gute IT lässt sich nicht mit Gold aufwiegen. Mir ist es selbst aus meiner bisherigen beruflichen Tätigkeit, als IT-Abteilungsleiter und IT-Unternehmensberater, sehr wohl bekannt, wie schwer es ist, fähige und motivierte IT’ler zu finden und auch zu halten. Eine moderne IT ist heutzutage kein einfacher Erfüllungsgehilfe mehr, sondern, wie man neudeutsch sagt, ein Business-Enabler.

    Evolution der IT Abteilung

    Dies ist eine Abteilung, welche die Entwicklung einer Firma oder in diesem Fall einer Stadtverwaltung inkl. deren Einrichtungen aktiv vorantreibt. Hier verlangt es aber auch das entsprechende Mindset aller Mitarbeiter und dass dieser Geist von der Spitze bis nach unten gelebt wird. Leider ist dies noch nicht bei jedermann angekommen, aber zum Glück schätzt der Stadtrat die Arbeit und machte den Weg für weitere Stellen frei.

    BereichStand 12/2020Stand 12/2021Veränderung
    Leiter110
    Sekretärin0,50,50
    Anwendungen5,55,50
    Systeme88 (Plan 11)0 (+3)
    Schulen26 (Plan 7)+4 (+5)
    Azubis47+3
    Digitalisierung01+1
    Gesamt (auf VZ)2129 (Plan 33)+8 (+12)
    Personelle Entwicklung der IT

    Gerade in der heutigen Zeit sind viele Unternehmen und öffentliche Einrichtungen massiven Angriffen ausgesetzt. Beispiele gibt es genug, wie im letzten Monat die Städte Anhalt-Bitterfeld und Geisenheim sowie das Klinikum Wolfenbüttel. Ein Teil der erbeuteten Daten war danach im Internet sogar frei verfügbar.

    Schlagzeilen der Hacks

    Niemand kann garantieren, dass es nicht auch einmal die Stadt Kaufbeuren erwischen könnte, denn 100%ig sicher ist kein System, vor allem wenn der Mensch einen besonderen Faktor spielt. Entscheidend ist aber, wie schnell wieder der Betrieb hochgefahren werden kann. Bei der Stadt Geisenheim wird sogar vermutet, dass dieses zwei bis drei Monate benötigt, um den alten Stand wiederherzustellen.

    Schüler Workshops

    Nun aber zurück zum Bericht. Geprägt war mein erstes Jahr durch viele Gespräche, sei es mit IT-Mitarbeitern, mit Mitarbeitern der Verwaltung, Bürgern, Einzelhändlern oder auch Schülern über die Digitalisierung in Kaufbeuren. Besonders spannend hierbei waren die Workshops an Schulen. Hier führte ich insgesamt vier Workshops mit bis zu je 180 Schülern bei der Jörg-Lederer-Mittelschule, dem Jakob-Brucker-Gymnasium und der FOS durch.

    Bilder aus den Schüler Workshops


    Dabei fielen besonders zwei Themen auf: Die Unzufriedenheit der Schüler über die schleppende Digitalisierung, aber auch dass die Stadt Kaufbeuren die Schüler nahezu gar nicht erreicht. Nachfolgend möchte ich als Beispiel die Ergebnisse des Workshops mit der FOS durchgehen.

    Zufriedenheit Digitalisierung bei Schülern
    Wünsche in Bezug auf Digtitalisierung

    Social Media

    Bei den Workshops stellte sich auch ein großes Problem der Stadt Kaufbeuren heraus: Sie erreicht die Jugend nur minimal.

    Genutzte soziale Netzwerke bei jungen Erwachsenen

    Facebook wird von Jugendlichen und jungen Erwachsenen nahezu nicht mehr genutzt. Bis zum Zeitpunkt des letzten Workshops wurde das beliebteste Social Network, Instagram, seitens der Stadt komplett vernachlässigt. Dies hat sich mittlerweile zum Glück geändert.

    Nachrichtenquellen bei jungen Erwachsenen

    Aber eine reine Betreuung des Instagram-Accounts reicht nicht aus. Hierfür arbeiten aber die Stadt Kaufbeuren, der Stadtjugendring, zwei bekannte lokale Instagrammer und ich bereits zusammen, wie man dies künftig für junge Erwachsene ansprechender gestalten könnte.

    Smart City

    Wie wir sehen, gibt es viele Baustellen. Ich möchte aber einmal in unserer Runde fragen: Welche Themen möchten Sie denn angehen? Ich höre von verschiedenen Fraktionen immer wieder, wie wichtig die Digitalisierung ist, aber die Thematik ist definitiv noch ausbaufähig, denn ich könnte nicht aus dem Stegreif sagen, welche digitalen Ziele die einzelnen Fraktionen konkret verfolgen und welche Ideen sie hierzu einbringen.


    Einer der Höhepunkte im ersten „Digitaljahr“ war sicherlich der Besuch unserer Staatsministerin Judith Gerlach anlässlich des Startschusses zu „Kommunal? Digital!“, einem Wettbewerb, bei welchem z. B. Kempten durch die Idee eines digitalen Bürgerforums eine Förderung von bis zu 500.000 Euro erhält.

    Besuch von Staatsministerin Judith Gerlach

    Aus Kaufbeuren kam im Bewerbungszeitraum leider nichts. Aber nicht nur bei “Kommunal? Digital!” konnte Kempten punkten, sondern gehört auch zu den 28 Modellstädten für Smart Cities des Bundesministeriums des Innern, Bau und Heimat.

    Abschneiden Stadt Kempten bei Smart City Wettbewerbe

    Die initiierenden Ideen sind nicht nur die Aufgabe von Fachleuten, sondern von uns allen und darf nicht an wenigen hängen bleiben. Hierbei gibt es verschiedenste Bereiche und Themenfelder.

    Smart City Wheel nach Boyd Cohen

    Hier möchte ich Sie alle auffordern, dass wir in Sachen Digitalisierung in Kaufbeuren nicht nur anderen Städten folgen, sondern aktiv voran gehen. Meine Teilnahme am Smart City Summit 2021 zeigte, wie weit bereits andere Städte sind. Das ist nicht nur ein Ressourcen-Problem, sondern auch ein Ideen- und Mindset-Problem und umfasst sämtlich Bereiche unseres Alltags. Es hilft nur wenig, viele Ressourcen besitzen, wenn die Ideen ausbleiben. Das geht nur gemeinsam. Zürich ist hier ein wunderbares Beispiel: Mit gerade einmal sechs Mitarbeitern für den Bereich „Smart City“ gehört Zürich in dieser Kategorie zu den Welthauptstädten. Vielleicht macht es auch Sinn, mit umliegenden Städten enger zusammenzuarbeiten, so dass Entwicklungen nicht doppelt oder dreifach von statten gehen, sondern die Kräfte gebündelt werden. Ein „Smartes Allgäu“ könnte so ein Weg sein. Städte wie München, Nürnberg und Augsburg arbeiten im Bereich des Online-Zugangsgesetzes zusammen.

    Idee Smart Region Allgäu

    Vielleicht schaffen es z. B. Kaufbeuren, Kempten und Memmingen bezüglich der Smart Cities die Köpfe zusammenzustecken, um gemeinsam voranzukommen.

    Falls jemand das Bild aus der Präsentation als Wallpaper mit den Wappen von Kaufbeuren und der Stadtteile haben möchte, findet es hier: https://www.uhrle.com/downloads/kf-hintergrund-wappen-1080.png

  • Für mehr Verständnis zur Digitalisierung – LiveArt: Digital

    Für mehr Verständnis zur Digitalisierung – LiveArt: Digital

    Im Oktober ist es so weit: Gemeinsam mit der Marketingagentur tenambergen möchte ich mit LiveArt:Digital das digitale Mindset der Kaufbeurer Bürgerinnen und Bürger voranbringen.

    Eine Podiumsdiskussion mit interessanten Gästen, bei welchen die Zuschauer, egal ob von daheim via Livestream oder vor Ort, durch ein interaktives Tool die Richtung vorgeben können, sowie geplante Fachbeiträge zu digitalen Themen des Alltags. Um die Veranstaltung abzurunden, gibt es zudem Musik von Five Minutes Late

    Ein Fehler ist im Artikel: Unsere Staatsministerin für Digitales Judith Gerlach sowie David Weber von „Smart City Zürich“ werden mit einem Video-Beitrag teilnehmen, leider jedoch nicht an der Podiumsdiskussion.

    In nächster Zeit wird es weitere Infos geben. Den aktuellen Stand findet ihr unter https://liveart-event.de/live-art-digital

    Sollte jemand Interesse haben, als Partner dabei zu sein, bitte mir einfach direkt schreiben.