Schlagwort: digitaler unterricht

  • Jahresbericht Bericht Beauftragter „Digitale Stadt“ 2023/2024

    Jahresbericht Bericht Beauftragter „Digitale Stadt“ 2023/2024

    Titelbild des Berichts

    Vorwort

    Die Stadt Kaufbeuren hat 12 Beauftragte für verschiedene Themen wie z. B. Städtepartnerschaften, Bildung, Inklusion, Sport & Bewegung, usw.. Zu den Aufgaben der Beauftragten gehört es, einmal im Jahr über den vergangenen Zeitraum einen Bericht zu halten. Hierfür haben diese jeweils 10 Minuten Zeit. Während manche Beauftragte primär deren Teilnahmen an Terminen und Veranstaltungen darstellen, versuche ich in meinem Bericht, Themen und Aufgaben für die Stadt abzuleiten. Am 03.12. unterrichtete ich die Verwaltung wie auch die Mitglieder des Verwaltungs-, Finanz- und Stiftungsausschusses über meine Tätigkeiten 2023/2024.

    Die digitale Welt dreht sich immer schneller, für viele mittlerweile zu schnell, dennoch lässt sie sich nicht bremsen. Unser gesamtes Leben wird mittlerweile durch die Digitalisierung bestimmt, bewusst aber auch sehr häufig unbewusst. Gerade für eine Kommune wie die Stadt Kaufbeuren ist das eine enorme Herausforderung die viel mehr erfordert als einfach nur ein gewisses Budget der IT-Abteilung. Die digitale Transformation benötigt das korrekte Mindset aller für den Wandel. Denn dieser wird nicht durch die Verwaltung getrieben, sondern im Gegenteil, die Verwaltung wird durch diesen getrieben. Hier heißt es mehr wie in jedem anderen Bereich: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Und das betrifft alle: Die komplette Verwaltung, den Stadtrat aber auch die Bürgerinnen und Bürger. Alles auf die IT zu schieben wäre nicht der einfachste, sondern der falsche Weg. Dies betrifft eine Vielzahl an Themen. Mit einem kleinen Teil dieser schier übergroßen Transformation habe ich mich im letzten Jahr beschäftigen können.

    Smart City Workshop

    Der Smart City Workshop ging, zumindest temporär, in die letzte Ausgabe. Beim letzten Austausch im Konferenzraum der VWEW nahmen teil:
    Stefan Fritz & Jörg Haug (beide VWEW), Thomas Zeh, Jürgen Wittek, Marvin Hausmann (alle Stadt Kaufbeuren), Julia Bosse (GenKF), Ernst Schönhaar (CSU) und Alexander Uhrle (KI).

    Bedauerlicherweise nahmen keine Vertreter bzw. Vertreterinnen von den Grünen oder Freien Wählern bis zuletzt an einem Austausch teil.

    Der letzte Austausch war ein Fazit der bisherigen Sitzungen. Die einzelnen (unreflektierten) Punkte der Teilnehmenden waren:

    • Weitergabe von Themen aus dem Stadtrat an die IT
      Digitale Themen aus dem Stadtrat mögen bitte gesammelt an die IT zur Diskussion / Umsetzung weitergegeben werden
    • Die Stadt muss insgesamt besser digital darstellen was sie hat
      Die Auftritte der Stadt sind verbesserungswürdig und teilweise unstrukturiert. Hier kann man sich besser präsentieren
    • Übersicht was in der Stadt angeboten wird
      Welche Services bietet die Stadt bzw. werden in der Stadt auch durch Drittanbieter angeboten? Hier z. B. im Bereich des Smart Mobility
    • Der Smart City Workshop ist ein sehr interessantes Format
      Die Teilnehmer konnten untereinander einiges mitnehmen, gerade was bereits umgesetzt wurde und wie Manches abläuft
    • Erstellung einer Matrix mit Smart City Services
      Die Stadt müsse eine Matrix erstellen, welches Smart City Services aktuell angeboten werden (können). Hier wäre es von Vorteil z. B. die Attribute Umsetzbarkeit, Kosten usw. mit aufzunehmen
    • Die App-Landschaft ist zu fragmentiert
      Hier wäre es von Vorteil sich künftig auf eine App zu konzentrieren und auch weitere darauf aufzubauen.
    • Einbindung Dritter in die kommunale Digitalisierung
      Z. B. sind bei anderen Städten die jeweiligen Stadtwerke deutlich mehr in die Digitalisierung der Kommune eingebunden
    • Projektentwicklung im engen Austausch mit den jeweiligen Parteien
      Bei verschiedenen Projekten könnte man Vertreter aus den Parteien miteinbinden um diese breiter voranbringen zu können.

    Schülerworkshop

    Es wurden wieder verschiedene 90-minütige Workshops durchgeführt. Dieses Mal mit der M9 der Jörg-Lederer-Schule sowie an der Sophie-La-Roche-Realschule an der kompletten achten Jahrgangsstufe.

    Der Aufbau war wie die letzten Workshops: Es wurden allgemeine Digital-Themen abgefragt und die Schüler konnten über Mentimeter im Kollektiv zu den jeweiligen Themen Punkte einbringen oder abstimmen.

    Der Fokus lag dieses Jahr auf Künstlicher Intelligenz sowie Soziale Medien bzw. auch der Einsatz von KI in sozialen Medien.

    Nachfolgend die primären Erkenntnisse aus den Workshops. Da die beispielhaften Screenshots von der JLMS sind, können die abgebildeten Zahlen von den präsentierten abweichen, da diese über alle Workshops gerechnet sind.

    TikTok ist mittlerweile #1 bei den Schülern, dicht gefolgt von Instagram

    Von allen kommunalen Apps hat die Buron App mit gerade mal etwa 20% der Befragten zumindest etwas Bekanntheit

    Etwa ein Drittel nutzen SocialMedia als primäre Nachrichtenquelle, Eltern mit etwa einem Viertel auf Platz 2

    Die Stadt Kaufbeuren erreicht die junge Generation nicht
    Hier gibt es keinen Screenshot da das Thema aus der Nachrichten Info thematisch abgeleitet und diskutiert wurde

    Die Schüler sehen viel Potenzial bei der Digitalisierung in der Schule

    Lediglich 1/3 nutzte schon einmal Künstliche Intelligenz, gerade mal 15% regelmäßig

    Kleine Anmerkung zu dem Bild: Ich fütterte eine KI mit Informationen aus Kaufbeuren um ein Bild erstellen zu lassen. Eigentlich ist alles korrekt: Eine Mittelstadt im Alpenvorland mit einem mittelalterlichen Kern in der Mitte und anderen Faktoren. Die KI hat soweit alles umgesetzt und trotzdem war am Ende nicht richtig. Dieses Bild wurde als ein Beispiel genutzt wie man mit KI umgehen und was dabei schief laufen kann.

    KI Nutzung bei den Lehrkräften sieht noch schlechter aus. Es gibt nur wenige Lichtblicke bei Lehrkräften

    Die nachfolgende Umfrage wurde dann zu der jeweiligen Diskussion mit o.g. Erkenntnis geführt.

    Es gibt bei den Schülern wenig Wissen bezüglich des Umgangs / Erkennung von Fake-News und KI Manipulationen

    Die Diskussionen wurden jeweils aus Beispielbildern in den Workshops abgeleitet.

    Externer Smart City Workshop mit Urban Digital

    Teilnahme auf Nachfrage von Dimitri Ravin (Gründer Urban Digital) an einem Workshop zum Thema „kommunale IoT-Projekte bewerten“. Dieser bestand im Wesentlichen aus zwei Teilen:

    Persönliches Interview woraus ein Kriterienkatalog entstand

    • Diskussionsrunde / Workshop

    Hier nahmen teil:

    • Katharina Schneider, IoT- und Smart-City-Beraterin
    • Matthias Frey, CDO Stadt Verl
      Dr. Dominik Noroschat, Leiter „Smart Cities“ Stadt Hagen
    • Benita Görtz, CDO Stadt Wülfrath
    • Sonja Gröntgen, CDO Landkreis Mayen-Koblenz
    • Dimitri Ravin, Gründer Urban Digital
    • Alexander Uhrle

    Erkenntnisse aus dem Workshop (veröffentlicht auf urban-digital.de):

    • Um den langen Kriterienkatalog zielgruppengerechter aufbereiten und nutzbar zu machen, wäre eine Aufteilung in fachliche und technische Perspektiven hilfreich

    • Ein entscheidender zu ergänzender Aspekt wäre die Frage, ob für die Umsetzung des kommunalen IoT-Projekts auch Fördermittel zur Verfügung stehen oder nicht

    • Der Kriterienkatalog punktet mit seiner Ganzheitlichkeit, aber ist dadurch entsprechend umfangreich und könnte in seiner Gänze einzelne Stakeholder, insb. in konsultierten Fachabteilungen überfordern

    • Zielführender wäre es vermutlich, wenn das Smart-City-Team mit den einzelnen Stakeholdern Fokusinterviews durchführt und mit den daraus gewonnenen Informationen den Kriterienkatalog intern befüllt und einzelne Aspekte stärker gewichtet

    • IoT-Projekte von kleineren Kommunen sind wirtschaftlich oft nicht tragfähig und deshalb sind interkommunale Kooperationen wichtig. Diese generieren wiederum Abstimmungsbedarf und erfordern ein einheitliches Zielbild.

    Der gesamte Beitrag ist hier zu finden:
    https://urban-digital.de/kommunale-iot-projekte-bewerten/

    Verschiedene Austausche

    • Teilnahme am Gigabit-Tag 2024 in Regensburg u.a. mit Staatsminister der Finanzen und für Heimat Albert Füracker (CSU)
    • Austausch mit Jakob-Brucker-Gymnasium als Vorbereitung für Workshops zur digitalen Bildung 2025
    • Austausch mit Horst Thieme, Leiter Smart City Geschäftsstelle Augsburg | Urban Innovation

    Empfehlungen / Wünsche

    • Entwicklung einer Digitalstrategie der Stadt (Nordstern)

    Wo möchte die Stadt Kaufbeuren hin, was sind ihre Ziele, wie möchte sie die Thematik kommunizieren? Hierbei sollte eine Strategie mit Nordstern entwickelt werden. Von einem Nordstern spricht man, da dieser die Orientierung gibt, wohin man sich bewegen möchte, mit dem Hintergrund, dass zwar klar ist, dass dieser nicht zu erreichen ist, die Richtung aber die richtige ist.
    Beispiel Kempten: https://www.kempten.de/epaper/epaper-Smart_City_Strategie_Kemp/

    • Einrichtung eines Digitalportals mit gesammelten Informationen zu z. B. Smart City

    Ein Portal für Bürgerinnen und Bürger, Angestellte und Touristen mit allen essentiellen Informationen. Beispiel Kempten: https://smartes.kempten.de/index.html

    • Workshop mit Bürger*innen

    Der Smart City Workshop hat bereits spannende Erkenntnisse gebracht, daher wäre es der nächste Schritt, diese mit den Bürgerinnen und Bürgern zu teilen bzw. diese als Basis für eine Diskussion mit diesen zu nutzen. Ich würde mir hier einen offiziellen Workshop mit Vertretern verschiedener Gruppierungen (z. B. Schülern, Senioren, Unternehmern) wünschen, um deren Meinungen und Anregungen abzuholen und diese in weitere Planungen einfließen zu lassen.

    • Entwicklung einer Kommunikationsstrategie für Jugendliche & junge Erwachsene

    Die Stadt Kaufbeuren erreicht bekanntlich die junge Generation nicht. Hierbei ist es wichtig ein Konzept zu entwickeln wie diese künftig besser abgeholt wird. Die Anzahl der Teilnehmer beim Jugendforum sind hierfür ein gutes Beispiel.
    Es gab bereits zu der Thematik zwei Online-Meetings mit dem Stadtjugendring und den Köpfen hinter den Insta-Seiten Buronpictures und allgaeugaudi, diese verliefen aber leider im Sand

    • Ausbau der Social Media Aktivitäten

    Generell befindet man sich auf einen guten Weg, dennoch ist in Kaufbeuren noch sehr viel Potenzial. Das Format „Kaufbeuren stellt sich vor“ ist zwar erfrischend und ein besonders positives Beispiel, jedoch ist die Zielgruppe eher innerhalb der Kaufbeurer Stadtgrenze zu sehen. Touristische Aktivitäten auf Social Media sind kaum wahrnehmbar wodurch sehr viel Potenzial, gerade auch in Kombination mit dem Handlungprogramm „Kaufbeuren packt an“ verschenkt wird.

    • Einrichtung eines Digital Services Jams

    (Diese Idee wurde kürzlich bereits Kaufbeuren aktiv vorgestellt)
    Der Digital Services Jam ist eine Nürnberger Veranstaltung die gemeinnützigen Vereinen bei ihren digitalen Projekten durch Kompetenzsspenderinnen  und -spendern unterstützt.
    Auch aus meinen persönlichen Ehrenämtern weiß ich, dass Digitalisierung bei vielen Organisationen ein großes Problem darstellt. Eine Veranstaltung wie der DSJ bringt digitale Experten mit den Organisationen zusammen um bei expliziten Problem wie z. B. eine Netzwerkeinrichtung, Aufbau digitaler Strukturen etc. zu unterstützen. Organisationen melden hier ihre Themen und Helfer können sich auf diese „einbuchen“.
    Mehr Infos inkl. einer Projektübersicht: https://www.iska-nuernberg.de/tueren-oeffnen/digitalservicejam.html

    Die zum Bericht zugehörige Präsentation kann man hier runterladen:
    https://www.uhrle.com/downloads/Pr%C3%A4sentationBericht2024.pdf

  • Erkenntnisse aus den Workshops

    Erkenntnisse aus den Workshops

    In meinem zweiten Kolumnenbeitrag auf „Wir sind Kaufbeuren“ geht es um die Erkenntnisse aus meinen Schülerworkshops

    Wie tickt eigentlich unsere Jugend? Nutzen sie bereits KI und wie erreicht man sie als Stadt am besten? Diese und andere Fragen sind der Grund für meine regelmäßigen Workshops mit Schülerinnen und Schülern verschiedener Schulen. Durchgeführt wurden diese bisher (teilweise mehrfach) an der Jörg-Lederer-Mittelschule, am Jakob-Brucker-Gymnasium, an der Sophie-La-Roche-Realschule und an der BOS Kaufbeuren. Im Rahmen der Workshops sprachen wir über den digitalen Alltag, Medienkonsum und künstlicher Intelligenz. Gerade aus dem Bereich der Wirtschaft kann ich hier für den einen oder anderen Schüler manch interessante Information geben, z. B. wie KI dort eingesetzt wird. Wie es bei einem Workshop ist, ist das Ganze nicht einseitig, sondern der Input von den Schülerinnen und Schülern ist genauso wichtig. Hierzu gab es immer wieder verschiedene Fragen, auf welche sie über ihr Smartphone anonym die Antworten liefern konnten. Dies kam besonders gut an und es wurden immer viele Antworten geliefert.

    Was sind aber die Erkenntnisse aus den Workshops?

    Bei den sozialen Netzwerken ist TikTok mittlerweile die #1, welches Instagram knapp vom Thron stieß. Sehr weit dahinter finden sich u.a. Facebook, aber auch X (ehem. Twitter) oder Reddit.

    Deutlich weniger verbreitet, aber nachvollziehbar, sind die kommunalen Apps: Etwa ein Drittel der Schüler*innen kennen die Buron-App, wobei der Kreis der aktiven Nutzer natürlich geringer ist. Die Abfall-App ist nochmal mit 10% deutlich weniger verbreitet, was bei der Altersgruppe durchaus verständlich ist. Die Störmelder App kennen etwa 5%, während andere Apps wie z. B. TabRace gänzlich unbekannt sind.
    Bei der Digitalisierung im schulischen (3,6), kommunalen (7,1) und privaten Umfeld sehen die Schülerinnen und Schüler deutliches Potenzial. Im privaten Bereich ist man mit 8,2 Punkten von maximal 10 natürlich am zufriedensten. 


    Die größten Diskussionen gab es zum Thema Künstlicher Intelligenz: Ein Drittel hat KI noch nie genutzt, während lediglich ein Fünftel ChatGPT, Copilot & Co regelmäßig z. B. für Hausaufgaben und Präsentationen nutzen. Die eigenen KI-Kompetenzen aber auch die der Lehrkräfte werden hier auf sehr mittelmäßig eingeschätzt, wobei hier bereits manche Lehrkraft als positives Beispiel genannt wurde. Man sprach beim Workshop nicht nur über Chancen, sondern auch über Risiken, welche durch die KI entstehen. Der Tenor, auch bei den Lehrkräften, war jedoch, dass man sich zumindest mit der Thematik KI aktiv auseinandersetzen sollte. Hierbei wies beim Workshop an der Jörg-Lederer-Mittelschule Rektor Christian Gebauer auf einen Beschluss der „Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK/Bonn) der Kultusministerkonferenz“ hin, dass KI künftig ab der achten Klasse aktiv zum Unterricht dazu gehören soll.

    Abschließend sprach ich mit den Schülerinnen und Schülern noch über die Nachrichtenquellen: 40% der Schülerinnen und Schüler nutzen primär Social Media als Nachrichtenquelle, auf Platz 2 die Eltern mit gerade einmal 27%. Hier wies ich mit konkreten Beispielen auf die Gefahren durch Soziale Netzwerke als Nachrichtenquelle hin und auf was man dabei achten muss, gerade bei der enormen Quantität an Falschmeldungen sowie dem Einsatz von KI für gänzlich falsche oder verfälschte Bilder und Videos. Dies führte zu mancher Diskussion aber auch Beispiele seitens der Schüler oder auch Lehrkräften. Zudem ist die Erreichbarkeit ein ganz großes Thema: Wie erreiche ich als Kommune die Schülerinnen und Schüler, sei es für sie relevante Nachrichten oder aber auch für Veranstaltungen wie z. B. dem Jugendforum? Eine klare Antwort hierauf gibt es leider nicht. Es benötigt hier in meinen Augen ein umfassendes Kommunikationskonzept

    Die Workshops werden unregelmäßig durchgeführt. Sollte eine Schule Interesse haben, dass ich dort einen Workshop durchführe, kann man sich gerne über stadtrat@uhrle.com melden.

  • Workshop mit der 11. Jahrgangsstufe der FOS Kaufbeuren

    Workshop mit der 11. Jahrgangsstufe der FOS Kaufbeuren

    Kürzlich fand ein weiterer Digital-Workshop mit den Schülern der 11. Jahrgangsstufe der FOS Kaufbeuren und somit etwa 180 Teilnehmer/innen, statt.

    Diesmal lag der Fokus mehr auf dem Social Media Bereich, mit welchem diesmal begonnen wurde. Im Gegensatz zu den drei vorherigen Workshops wird nicht die prozentuale Verteilung der Stimmen gezeigt, sondern die Anzahl der Stimmen der jeweiligen Auswahlmöglichkeit.

    Man sieht, dass auch bei 11. Jahrgangsstufe ganz klar Instagram und TikTok dominieren. Platz 3 geht an Pinterest, gefolgt von Twitter. Unter Sonstiges waren verschiedene Portale wie z. B. Houseparty.
    Es zeigt sich, dass das gehypte Cloubhouse keinerlei Nutzer hat.

    Bei den Kategorien ist es bunt verteilt. Besonders wichtig sind Musik & Lifestyle. Bei „Sonstiges“ war die Kategorie Gaming breit vertreten.

    Auch gibt es nur wenige Influenzer denen viele folgen. Hier sind Theo, und, positive Überraschung Tagesschau die beliebtesten.

    Bei den Nachrichtenquellen gibt es wenig überraschendes und fügt sich relativ mit den anderen Schulen. Mit Abstand auf Platz 1 ist hier Social Media gefolgt von den Eltern. Die Zeitung selbst wird immer unpopulärer. Ich frage mich, wie die klassischen Medien mit diesem Trend umgehen möchten, um eine eventuelle Wende herbeizuführen.

    (Da das Ergebnis animiert war, sieht es jetzt etwas komisch aus). Was erwarten eigentlich die Schüler/innen an Informationen von der Stadt? Hier sind Informationen zu Veranstaltungen und Aktionen besonders beliebt, aber auch allgemeine kommunale Nachrichten sind beliebt. Mit etwas Abstand sind kurzfristige Infos wie z. B. zu Straßensperrungen gefragt. Am wenigsten beliebt, aber auch nicht weiter überraschend, sind kommunalpolitische Informationen.

    Wie soll die Stadt aber die Schüler erreichen? Klar, dass Social Media hier am beliebtesten sind. Die Schule scheint zudem weiterhin ein wichtiger Multiplikator zu sein, aber auch eine App wie die Buron-App scheint immerhin ein Drittel der Schüler erreichen zu können.

    Die junge Generation sieht gerade in der Digitalisierung die Zukunft und Fortschritt. Man sieht es als Chance zur Vereinfachung von Prozessen und Abläufen. Nur ein Teil davon macht die Kommunikation aus. Es gibt auch Bedenken, gerade in Bezug auf den Datenschutz, aber diese sind eher selten. Man konzentriert sich primär auf die positiven Aspekte. Gleichzeitig ist den Schülern bewusst, dass man hier die letzten Jahre massiv geschlafen hat.

    Die Zufriedenheit in Sachen Digitalisierung schwankt natürlich massiv und, wie bisher, schneidet besonders die Digitalisierung in den Schulen schlecht ab. Ein Schüler meinte, er würde sogar 0 Punkte geben, wenn dies möglich wäre. Hintergrund ist, wie bei anderen Schulen, dass werder Schule noch Lehrer auf die Digitalisierung vorbereitet waren. Deren Auswirkungen spürt man selbst nach einem Jahr immer noch sehr deutlich. Auch die unterschiedlichen Ausstattungen bei den Schülern sind problematisch.

    In der Öffentlichkeit ist die Bewertung deutlich besser, öffentliche Services werden, sofern bekannt, auch gerne genutzt. Hier ist ein Hauptproblem, dass die überwiegend wenig bekannt sind.

    Da die Consumer-Produkte, seien es Apps oder auch Hardware, sich sehr schnell entwickeln und stetig neue Features erhalten, kommt natürlich die Digitalisierung im privaten Umfeld deutlich besser an als die anderen Bereiche.

    Auszug von 66 Antworten

    Bei der Umfrage was insgesamt besser werden muss waren die mit Abstand am meisten genannte Punkte die Internetgeschwindigkeit, sei es stationär oder mobil und die digitale Bildung von Lehrkräften.

    Auszug von 54 Antworten

    Bei der Frage, was man in der Post-Pandemie-Zeit beibehalten möchte, wäre weiterhin, dass man z. B. bei Abwesenheit den Distanzunterricht weiter durchführen kann und vor allem die digitalen Unterlagen, also z. B. den Austausch von Arbeitsblättern über zentrale Plattformen wie MS Teams. Auch die direkte Verbindung zur Lehrkraft kam gut an.

    Im Gegensatz zum Jakob-Brucker-Gymnasium und der Jörg-Lederer-Mittelschule waren die kommunalen Apps noch unbekannter, was aber auch am größeren Einzugsgebiet der Schüler liegen könnte. So gaben von 82 abstimmenden Schülern lediglich zwei an, dass sie die Buron App kennen.

    Auszug von 54 Antworten

    Im darauffolgenden Part wurde die Buron App vorgestellt. Diese kam generell sehr gut an, jedoch vermissten die Schüler besonders Terminvergaben bei der Stadt Kaufbeuren oder, noch viel mehr, Busfahrpläne. Dazu möchte man, was man in der Diskussion schon fragte, Nachrichten und Events gerne nach Kategorien filtern können.

    Über das positive Feedback habe ich mich natürlich sehr gefreut. Auch von diesem Workshop nehme ich einiges mit um diese in künftige einfließen lassen zu können.

    Sehr gerne führe ich den Workshop auch in einer stets aktualisierten Form an anderen Schulen. Falls wer Interesse, einfach bei mir melden.

    Abschließend noch eine Stellungnahme von Herrn Björn Mellies, Schulleiter der staatlichen FOSBOS Kaufbeuren

    Herr Uhrle hat es geschafft, trotz der großen Gruppengröße viele Schülerinnen und Schüler mitzunehmen und aktiv in den Workshop einzubinden – zum Einen durch die interessanten und abwechslungsreichen Tools der Befragung und zum Anderen durch gezieltes Nachfragen zu den Schülerbeiträgen. Die Präsentation war gut auf die Zielgruppe abgestimmt. Außerdem hat er unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben, ihre eigene Meinung zu Themen wie dem Fortschritt im Bereich der Digitalisierung der Schule einzubringen. Auf diese Weise Gehör zu finden, kam bei der Generation „Fridays for Future“ gut an!

  • Kommentar: Union will schnellere Digitalisierung an Schulen

    Kommentar: Union will schnellere Digitalisierung an Schulen

    Die ersten Impfungen sind (fast) bereit, dann kommt auch mal langsam etwas Bewegung in die Digitalisierung der Schulen, mal abgesehen von den bisherigen konzeptlosen Gießkannen. Es ist begrüßenswert, dass der CDU/CSU Fraktion jetzt auch aufgefallen ist, dass es etwas mehr braucht als Geld für Hardware. Denn wenn sogar die Ressourcen fehlen, dass man die Fördergelder überhaupt beantragen kann, läuft etwas falsch, ziemlich falsch. Noch bevor man anfängt, großartig nationale Schulclouds umzusetzen, muss die Infrastruktur der Schule stehen. Das fängt bei der Anbindung der Schule ans Netz an, geht weiter über die Netzwerkverkabelung und Access Points (WLAN). Zudem braucht es ein ganzheitliches Konzept für alle Geräte wie Notebooks, Tablets, etc.. Dafür gibt es zwar in der Schule die jeweiligen Beauftragten, aber mal ehrlich: Wenn man das nicht hauptberuflich macht oder dass dies ein besonders einnehmendes Hobby ist, wie soll der Beauftragte das sauber umsetzen? Somit kann dies nur bei den Kommunen liegen, die hier ihre Fachleute haben nur fehlen hier die Mitarbeiter. Daran haperte es bisher massiv, denn die Fördergelder waren idR für die Hardware, aber nicht für Planung, Umsetzung, Wartung. Zwar ist auch hier schon Bewegung drin, diese reicht aber noch bei Weitem nicht aus. Es bringt halt leider nix, wenn Deutschland mit 50km/h auf der Straße der Digitalisierung unterwegs ist, andere Länder aber mit 100km/h bzw. 150km/h davon ziehen. Da braucht man nicht von Aufholen reden. Auch wenn die positiven Signale zunehmen, bin ich immer noch pessimistisch was die ganze Thematik angeht. Und es gibt noch einige Baustellen allein in der Schule: Lehrpläne, Lehrerfortbildungen, Unterrichtstechniken (unabhängig von der Hardware), Lernkonzepte…Seien wir mal ehrlich: Welche Ressourcen hat Deutschland wirklich? Es gibt nur eine Hauptressource und das ist die Bildung. Die ist die Grundlage für das Land der Ingenieure. Und wenn wir bald nicht mit 200km/h statt weiterhin mit 50km/h unterwegs sind, frage ich mich, wie lange wir unseren Status noch halten können…
    https://www.golem.de/news/coronapandemie-unionsfraktion-will-schnellere-digitalisierung-der-schulen-2011-152359.html

  • Kommentar: Unsere Lehrer und der Digitalpakt

    Kommentar: Unsere Lehrer und der Digitalpakt

    Die Welt hat einen sehr interessanten Artikel über eine PISA-Studie über die Digitalisierung unserer Lehrer veröffentlicht:
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article216803170/Pisa-Studie-Das-grosse-Problem-der-deutschen-Lehrer.html

    Also ich mein die Lehrer, nicht den digitalen Unterricht bzw. die Digitalisierung in der Schule. Denn der in meinen Augen recht verkorkste Digitalpakt ist das eine, dass es aber auch entsprechende Lehrer benötigt ist das andere.

    Es gibt natürlich viele engagierte Lehrer, aber die ein digitale Verständnis haben und die die es nicht haben. Und das rächt sich jetzt massiv. Nebenbei bemerkt: Meine Frau ist selbst Lehrerin.

    Man kann den Lehrern idR. keinen Vorwurf machen: Sie sind nie abgeholt worden. Man dachte in Deutschland, es reicht, wenn man Smartboards in die Klassenzimmer schraubt. Am besten noch unterschiedliche Smartboards in jedes Klassenzimmer, dass die Software auch immer unterschiedlich sind. Und so verkommen die Smartboards zu teuren Tageslichtprojektoren.

    Was fehlte sind Fortbildungen und entsprechende Programme, sowie eine Anpassung des Unterrichts an die digitale Welt. Und diese nicht auf freiwilliger Basis sondern als Pflicht! Jetzt hat uns die Gegenwart eingeholt: Viele Lehrer stehen da wie das Kaninchen vor der Schlange und wissen nicht, was digitaler Unterricht bedeutet. Ich hoffe sehr, dass der Staat entsprechende Programme auf die Beine stellt, aber ich befürchte fast nicht. Es wird wohl eine verlorene Zeit…